Harburg – Dass seine Fischhalle eines Tages Nachbar des renommierten Fraunhofer-Centers für Maritime Logistik und Dienstleistungen (CML)

werden wird, weiß Werner Pfeifer schon länger. Nun nimmt das 20-Millionen-Euro-Projekt am Lotsekanal aber Gestalt an, außerdem ist noch einmal bestätigt worden: 2019 soll mit dem Bau begonnen werden, die Fertigstellung ist für 2021 geplant.

Erst vor wenigen Tagen hat sich die Fraunhofer Gesellschaft für das Berliner Architektenbüro BHBVT Gesellschaft von Architekten mbH entschieden. BHBVT hat schon andere Fraunhofer-Einrichtungen gebaut und hat für das Harburger Projekt nach Ansicht des Auftraggebers „großes Einfühlungsvermögen in die Anforderungen von Forschungseinrichtungen bewiesen“. Die ersten Skizzen sind zwar noch ziemlich schlicht, die Fassade greife aber „in hanseatischer Tradition die Backsteinoptik des ehemaligen Hafengeländes auf und der Eingangsbereich sei dem Kanal zugewandt“. Der Zugang zum Wasser war für die Standortentscheidung von großer Bedeutung, eine Pontonanlage soll die praktische Umsetzung von Forschungsergebnissen ermöglichen.

Das CML war bisher an der Technischen Universität Hamburg in Harburg angesiedelt, der eigene Standort am Lotsekanal wird insgesamt 2400 Quadratmeter – davon 800 für Labore und Werkstätten und 1600 für Büros – schaffen. Sollte der Platz in dem sechsstöckigen Gebäude eines Tages nicht mehr ausreichen, könnte auf dem Grundstück ein zweiter Bauabschnitt realisiert werden.

Das Fraunhofer-Center für Maritime Logistik und Dienstleistungen CML hat die Aufgabe, private und öffentliche Auftraggeber aus den Bereichen Hafenbetrieb, Logistikdienstleistung und Schifffahrt bei der Initiierung und Realisierung von Innovationen unterstützen. ag