Schlachthofstraße

Harburg - Nach den tagelangen Ausschreitungen beim G20-Gipfel, die eine neue Dimension der Gewalt aufzeigten, hat die Polizei am Dienstag die

Sonderkommission (SOKO) Schwarzer Block ins Leben gerufen. Die Soko wird in die bisherigee Gefangenensammelstelle (GESA) an die Schlachthofstraße ziehen. Das Gebäude, ein ehemaliger, rund 11.000 Quadratmeter großer Lebensmittelgroßmarkt, war von der Stadt als Erstaufnahme für Flüchtlinge angemietet worden. Der Vertrag läuft noch über mehrere Jahre

Die rund 170 Mitarbeiter starke SOKO unter Leitung des Kriminaldirektors Jan Hiebe soll europaweit Jagd auf die G20-Gewalttäter machen. Von den Mitarbeitern kommen 100 bis 110 aus Hamburg und bis zu 60 weitere Spezialisten aus anderen Bundesländern. Aber auch das Bundeskriminalamt und die Bundespolizei siganlisierten Bereitschaft spezialisten bereitzustellen.

Die Soko wird bereits in den kommenden Tagen ihre Arbeit aufnehmen. Mehr als 2000 Bilddateien sowie viele Stunden Video-Material von Zeugen und der Polizei wird dann im ehemaligen Fegro-Gebäude ausgewertet.

Nachdem die GESA wie berichtet aus dem Gebäude ausgezogen ist, bietet sie jetzt den Platz für die rund 170 Mitarbeiter und die technische Infrastruktur, damit die SOKO von Harburg aus ihre Jagd auf die G20-Gewalttäter machen kann. Neben Festnahmen erhofft sich Polizeipräsident Ralf Martin Meyer auch Erkenntnisse über Strukturen der Szene. „Die spannende Frage ist ja, wer hat moralisch, wer hat tatsächlich unterstützt."  (zv/cb)