Sponsorenlauf

Eißendorf - Zwei Tage hintereinander herrschte an der Schule in der Alten Forst der Ausnahmezustand - und das natürlich im positiven Sinne: Am

Donnerstag fand der große Sponsorenlauf und am Freitag der Großelterntag statt. Während hinter den Kulissen diese beiden Veranstaltungen viel Organisation erforderten, hatten die Kinder und am Freitag auch die Großeltern ihren Spaß.

Am Donnerstag Morgen stand für die Kinder und Lehrer zunächst eine Wanderung auf dem Programm: Von der Schule ging es zum Sportplatz Vahrenwinkelweg. Insgesamt wollten sich 600 Kinder dort und im benachbarten Waldgebiet, wo die Klassen drei und vier ihre Runden drehten, für eine gute Sache ins Zeug legen: "Im Rahmen unseres Sponsorenlaufes werden unsere Kinder nicht nur für Verbesserungen an unserer Schule laufen, sondern auch für zwei wohltätige Projekte. Das Geld kommt auch dem Verein ´Hände für Kinder´ und ein Trinkwasserprojekt für ein Waisenhaus mit Schule in El Salvador zu Gute", sagte Schulleiter Andreas Wiedemann gegenüber Harburg-aktuell.

Die Sammlung für das Waisenhaus wurde initiiert von Andrea Waskönig, die selbst zwei Kinder auf der Alten Forst hat. Sie war im vorigen Jahr in El Salvador und hat dort in der Schule und im Waisenhaus gearbeitet. Mittlerweile ist sie Botschafterin für dieses Projekt. "Es wird dringend Geld benötigt. Das Haus bekommt keine staatliche Unterstützung hat, und man ist in großer Not, den Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden", sagte Waskönig gegenüber Harburg-aktuell.

Damit die Kinder wissen, wofür sie an diesem Tag laufen, hielt die 43-Jährige in allen Klassen einen informativen Vortrag über das Projekt. Das kam bei den Schülern sehr gut an. Am Tag des Laufes zeigten sich viele Kinder in Bestform: Bei den Großen lief ein Kind sogar 16 mal die 800-Meter-Runde, bei den Kleinen lag der Rekord bei 26 Sportplatzrunden. Da klingelte natürlich die Kasse, denn die Kinder hatten zuvor Sponsoren organisiert, die für jede Runde einen bestimmten Betrag zahlten.

Am Freitag stand der Großelterntag auf dem Programm. "Dieser Tag findet nur alle vier Jahre statt, damit jedes Kind in seiner Zeit an der Alten Forst einmal seinen Großeltern zeigen kann, wie und wo es zur Schule geht", sagte Andreas Wiedemann.

Der Schulleiter begrüßte die zum Teil weit gereisten Gäste in der Sporthalle mit viel Musik und Unterhaltung. Anschließend ging es in die Klassen, wo die Kinder einiges für die Verwandten vorbereitet hatten. Einige der Großeltern waren sogar aus Bolivien und Brasilien angereist, um dabei zu sein.  Mehrere Hundert Omas und Opas und sogar Ur-Omas und Ur-Opas erlebten so einen tollen Vormittag mit den Schülern.  (cb)

Drückten beim Großelterntag noch einmal die Schulbank: Willi (76) und Elke (77) Holst gemeinsam mit der 82-jährigen Edith Peters (rechts). Foto: Christian Bittcher