Harburg - Das Harburger Rote Kreuz hat am Donnerstag eine Gruppe von sehbehinderten und blinden Schülern betreut, die nach den Zugausfällen aufgrund

des starken Gewitters im Harburger Bahnhof gestrandet waren und nicht zurück nach Marburg fahren konnten. Die Gruppe hatte sich hilfesuchend an die Bundespolizei im Bahnhof gewandt, die das DRK alarmierte.

Mitarbeiter des Harburger Roten Kreuzes betreuten die Schüler zunächst im Bahnhof und versorgten zwei erkrankte Schülerinnen medizinisch. Dann wurden sie mit DRK-Bussen in die bereits teilweise geräumte DRK-Flüchtlingsunterkunft im Karl-Arnold-Ring gebracht, wo für sie eine Notunterkunft für die Nacht eingerichtet wurde. Dank des Ramadans war die Küche in der Unterkunft bis Einbruch der Dunkelheit geöffnet, so daß die Schüler noch ein spätes Abendbrot erhalten konnten.

Heute wird das DRK die Rückfahrt zum Bahnhof organisieren, sobald die Gruppe ihre Heimreise antreten kann. Nach Aussage der Lehrerin, die die Schülergruppe leitete, sei die Übernachtung in der DRK-Unterkunft ein großes Abenteuer, das sie sobald nicht vergessen werden. zv