Harburg – Es war ein gutes Event, dass die Organisatoren mit dem Binnenhafenfest auf die Beine gestellt haben. Vor allem durch die Flyboard-Action hatte das

Wasserprogramm einen echten Hingucker bekommen. Mehrere tausend Menschen erlebten zwei überwiegend sonnige Tage am Wasser mit Musik und Budenzauber. Die Achillesferse war die neue Drehbrücke, die mal wieder ausgefallen ist. Ausgerechnet am Samstagabend ließ sie sich nicht mehr schließen.

Es war zwar deutlich kleiner geworden, das Fest, das nach einem Absage hin und her doch auf die Beine gestellt wurde. Dafür hatte die Festmeile auf dem Lotsekai vor allem mit dem Handwerkermarkt deutlich mehr Attraktivität bekommen. Die Auswahl der Anbieter, die vielfach aus dem Hobby-Bereich stammten, war oder wirkte dort deutlich stimmiger für ein Hafenfest. Gut angenommen wurden auch die kostenlosen Bootstouren durch den Hafen, die ein deutliches Plus für das Binnenhafenfest sind und waren. Absolutes Highlight waren die Shows mit dem Flyboard, die mehrfach am Tag, bei Dunkelheit sogar mit Fackel-Show stattfanden. Der Kanalplatz bekam mit seiner großen Bühne die ihm gebührende zentrale Rolle. Die wurde noch einmal durch ein Worst-Case-Szenario unglücklich herausgestellt. Am Samstagabend fiel die Drehbrücke aus. Sie ließ sich nicht mehr schließen. Ein Techniker von HPA stellte fest, dass der Schaden zu groß ist und erst am Montag repariert werden kann. Der direkte Weg zu Festmeile auf der Schloßinsel war abgeschnitten. Am Sonnabend war das verheerend. Die meisten Besucher blieben auf der Kanalplatz. „Für uns war das eine Katastrophe“, sagte einer der Schausteller vom Lotsekai. "Ausgerechnet an dem Abend, von dem wir uns die besten Umsätze versprochen haben, ist so etwas passiert." Zumindest am Sonntag nahmen viele Besucher den Umweg über die Klappbrücke an der Blohmstraße an. zv

Maritim. Auf dem Wasser wurde einiges geboten. Foto: André Zand-Vakili


Musikprogramm auf der Hauptbühne auf dem Kanalplatz. Foto: Christian Bittcher


Besucher des Binnenhafenfestes am Lotsekai. Foto: Christian Bittcher


Kleine und große Schiffe booten den Shuttle-Service durch den Hafen an. Foto: André Zand-Vakili