100710Kastanie2Harburg - Braun, mit Flecken übersäht. So schrecklich sehen die Kastanien in den Schwarzenberganlagen aus. Schuld ist die Miniermotte. "Das sind die typischen Folgen eines Befalls", sagt Gregor Hilfert vom Pflanzenschutzamt. Das in diesem

Jahr die Bäume so heftig befallen sind, hat er bislang nicht gesehen. Er geht davon aus, dass die Motte sich weiter ausbreitet.

Genauer gesagt sind es die Larven des Schädlings, welche die Kastanien befallen. Betroffen sind ausschließlich die weiß blühenden Bäume. Am Schwarzenberg ist es noch die erste der jährlich drei Motten-Generationen, die für den Befall verantwortlich sind. Vermutlich war das Laub, in dem die Eier überwintern, nicht ordentlich geräumt worden.

Für den Baum ist es egal. "Dort wo die Kastanien früh befallen sind, ist am Ende weniger Nahrung für die zweite und dritte Generation", sagt Hilfert. Ganz weg bekommt man die Motte, die vor gut 25 Jahren zuerst auf dem Balkan in Europa auftauchte, nicht. Das Vieh hat einfach zu wenig natürliche Feinde. "Die Motte hat eine gute Strategie. Deshalb tritt sie im Gegensatz zu anderen Schädlingen kontinuierlich jedes Jahr auf", so Hilfert.

Für die Bäume ist der Befall nicht gut, zum Absterben führt er jedoch nicht. Das hätten Untersuchungen ergeben. "Die Kastanien verlieren maximal 30 Prozent der Photosynthese", sagt Hilfert. Nur bereits durch andere Ursachen geschwächte Bäume könnten durch die Miniermotte absterben. zv