Edelweiß

Harburg - Ein Stück Harburger Party-Geschichte verschwindet jetzt endgültig: Seit Montag Vormittag beißt sich der Abriss-Bagger Stück für Stück

durch das ehemalige Edelweiß-Gebäude an der Bremer Straße in Appelbüttel. Wie berichtet wurde am vorigen Wochenende mit dem Abriss des Holzhauses begonnen. Jetzt erledigt der Bagger den Rest.

Vermutlich wird bereits am Montagabend nur noch ein Haufen Schutt übrig sein, der dann von Ayhan Biyik und seinem Team vom beauftragten Unternehmen TB-Bau sortiert und abtransportiert wird. In den letzten Tagen des ehemaligen Szenetreffpunkts kamen immer wieder Souvenir-Jäger vorbei, die sich noch ein Stück Edelweiß sichern wollten: Alte Barhocker, Bilder, Tische und Gläser waren besonders begehrt.

Das Grundstück in der Bremer Straße 302 wurde - wie berichtet - vom Seevetaler Unternehmer Manuel Diestelmeier (Zimmerei Diestelmeier) gekauft, der auf dem Areal am Waldrand neu bauen wird. Auf dem Grundstück direkt neben der Aral-Tankstelle - wird ein dreigeschossiges Wohn- und Geschäftshaus entstehen. Der Bauantrag wurde bereits vom Bezirksamt Harburg genehmigt.

Viele Harburger aus Stadt und Land haben das "Edelweiß" noch gut in Erinnerung und erlebten in ihrer Jugendzeit hier wilde Feten-Nächte: In dem Holzhaus an der B75 wurden etliche Partys gefeiert und jede Menge Cocktails getrunken. Mitte der 80er-Jahre erlebte das "Edelweiß" unter der Regie von Gastronom Klaus Thuß seine Glanzzeit. Das Edelweiß war ein beliebter Szenetreffpunkt der Gäste aus nah und fern. Am Wochenende war es oft schwierig, einen Parkplatz in der Nähe des Lokals zu bekommen, da beide Seiten der Bremer Straße zugeparkt waren.

Der große Erfolg der Location wurde anschließend noch einige Jahre als "Pinguin" fortgesetzt. Dann versuchten unterschiedliche Gastronomen an frühere Zeiten anzuknüpfen - allerdings erfolglos. Vor dem Abriss stand das Gebäude Jahrelang leer und war dem Verfall preisgegeben.  (cb)

Die Computergrafik des Neubaus. Foto: Diestelmeier