Waltershof -  Es grenzt an ein Wunder. Einsatzkräfte der Feuerwehr haben im Elbtunnel drei Männer aus einem Kleintransporter gerettet, der

zwischen zwei Lastwagen zerdrückt worden war. Dabei brauchten die Retter rund zwei Stunden, bis der letzte Verletzte befreit war. Die drei Männer kamen schwer verletzt in umliegende Krankenhäuser. Zumindest bei einem von ihnen soll akute Lebensgefahr bestehen.

Einsatzkräfte der Feuerwehr bei Rettung der Eingeklemmten. Foto: zv

Es war gegen 8.40 Uhr, als der Unfall in Höhe der Mitte der Oströhre passierte. Was genau die Unfallursache war und ob der eine Lastwagenfahrer ein Stauende zu spät bemerkte, war zunächst nicht klar. Sicher ist: Die Wucht des Aufpralls war so stark, dass der mit drei Mann besetzte Kleintransporter völlig zerstört und mit dem vorderen Teil unter den vorderen Lastzug gedrückt wurde.

Die Feuerwehr schickte ein Großaufgebot, darunter mehrere Notärzte, zur Unfallstelle. Mit hydraulischem Gerät begannen die Feuerwehrleute die Eingeklemmten zu befreien. Dafür musste der Kran der Feuerwehr als Zugfahrzeug eingesetzt werden. Er zog den vorderen Lastzug etwa einen Meter nach vorn. "Sonst wäre man überhaupt nicht an die Eingeklemmten heran gekommen", sagt ein Feuerwehrmann.

Der Elbtunnel war nach dem Unfall zunächst komplett in Richtung Norden gesperrt. Schnell wurde zumindest ein Fahrstreifen der zweiten Röhre freigegeben. Für die Masse des Verkehrs, der über die A7 rollt, war das nicht ausreichen. Innerhalb kurzer Zeit bildete sich ein bis zu zeh  Kilometer langer Stau, der bis kurz vor Marmstorf zurück reichte. Auch die Zufahrten Richtung Norden von der Finkenwerder Straße war verstopft. cb/zv