Jugend forscht

Harburg - Ob Gewächshaus der Zukunft oder Schimmelbelastung in Kühlschränken - beim neunten Regionalwettbewerb „Jugend forscht“, der am

Freitag und Sonnabend an der Technischen Uni in Harburg veranstaltet wurde, war wieder echter Erfindergeist gefragt. 107 Jungforscher zeigten, was ihnen zu aktuellen Herausforderungen in den Fachbereichen Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik und Informatik, Physik, Technik und Arbeitswelt eingefallen ist. Die besten Ideen wurden im Rahmen einer Siegerehrung ausgezeichnet.

Besonders beeindruckt war die Jury von dem Chemie-Projekt „Ferrofluide in der Krebsforschung“ von Lynn Gottmann. Ihre Arbeit zeigt auf beeindruckende Weise, was herauskommen kann, wenn wissenschaftliches Interesse auf persönliche Motivation trifft. „Trotz weit entwickelter Behandlungsmethoden endet Krebs in vielen Fällen tödlich“, sagt Lynn, die die 12. Klasse des Hansa-Gymnasiums in Bergedorf besucht.

„Mein besonderes Interesse gilt einer noch in der Forschung befindlichen Methode, die die Krankheit durch Erhitzung einer superparamagnetischen Flüssigkeit, sogenanntes Ferrofluid, schwächen soll.“ Für ihre Arbeit erhielt sie den 1. Preis in der Kategorie „Jugend forscht Chemie“ von der Jury, die insgesamt 62 eingereichte Projekte nach Kriterien wie Originalität, Alltagsbezug, Eigenständigkeit und Folgerichtigkeit beurteilte.

Insgesamt verlieh die Jury in diesem Jahr zehnmal den 1. Preis, elfmal einen 2. Preis und 18-mal den 3. Preis. Die ersten Preisträger haben sich automatisch für die Teilnahme am Landeswettbewerb qualifiziert, der am 30. und 31. März bei Airbus ausgetragen wird. Die Sieger des Landeswettbewerbs „Jugend forscht“ treten schließlich auf dem Bundeswettbewerb an.  (cb)

Besonders beeindruckt war die Jury von dem Chemie-Projekt „Ferrofluide in der Krebsforschung“ von Lynn Gottmann. Foto: cb