100629BGZNeugraben – Nun muss alles ganz schnell gehen: Am Montagabend hat die Lenkungsgruppe für den Bau des Bildungs- und Gemeinschaftszentrums (BGZ) in Neugraben beschlossen, am Mittwoch, den 7. Juli um 11 Uhr, nun doch den ersten Spatenstich für das 25-Millionen-Euro-Projekt zu setzen. Ein Programm für die kleine Feierlichkeit gibt es allerdings noch nicht. Federführend für das BGZ ist nämlich die erst am 1. Januar 2010 gegründete Dienststelle „Sondervermögen Schulbau“ der Finanzbehörde, und deren Vertreter wusste am vergangenen Donnerstag im Harburger Stadtplanungsausschuss noch nichts von dem Termin am 7. Juli. Er musste auch zugeben, dass seine Dienststelle noch nicht einmal einen Auftrag für den Bau des BGZ erteilt habe. Und ohne Auftrag gibt es auch keinen Spatenstich.
Wenn das BGZ – wann auch immer – fertig ist, könnte es wirklich zu einem Leuchtturmprojekt für den Süderelberaum werden. Ein Gebäude, das eine Ganztagsschule, Kindertagesstätten, Gastronomie, Räume für Kulturschaffende und eine Halle für internationale Volleyballspiele vereint, ist einzigartig. Dazu soll das BGZ Leben in das Umfeld des S-Bahnhofs Neugraben bringen – damit Bewohner der Neubausiedlung „Elbmosaik“ abends nicht durch einen dunklen Park nach Hause gehen müssen. Einzigartig ist allerdings auch die Beteiligung so vieler Hamburger Behörden. Häufig wusste die eine nicht, was die andere gerade vorhat. CDU-Kreischef Ralf-Dieter Fischer: „Das BGZ darf sich nicht im Gestrüpp der Behördenzuständigkeiten verheddern.“
Nun scheint erst einmal alles geklärt zu sein. Hinter den Kulissen wird schon fleißig ein Programm für den 7. Juli zusammengestellt. Die ersten Details sickerten auch schon durch: So soll die Fitnessgruppe „Drums-Alive“ der Hausbruch-Neugrabener-Turnerschaft (HNT) auftreten, außerdem werden Volleyballerinnen der VT Aurubis Hamburg erwartet. (mz)