Hafenkran

Harburg - Der Harburger Binnenhafen bekommt seinen zweiten Hafenkran wieder: Nachdem der blaue "Peiner W40", der prägnant vor

hellem Gemäuer am östlichen Ende des Lotsekai seinen Platz hat, wegen der Kaimauersanierung 2016 weichen musste, wird er nach den Restaurierungsarbeiten dort wieder stehen und seine Tätigkeit als „leichter Werft- und Hafenkran“ wieder aufnehmen.

"Nachdem die KulturWerkstatt Harburg vor 10 Jahren um den gelben Mulch-Kran noch kämpfen musste - und Erfolg hatte - ist es nun eine Ehre, dass dem Verein die Rettung und Wiederherstellung auch des zweiten Krans am Lotsekai zugetraut wird", sagt Gorch von Blomberg.

Möglich wird die Finanzierung des Projekts durch die Bewilligung öffentlicher Zuwendungen in Höhe von 370.000 Euro. Gorch von Blomberg: "Das klingt nach viel, macht den Verein aber nicht reich, denn diese Mittel sind zweckgebunden und fließen ausschließlich in die Kran-Restaurierung." Aber nicht nur der blaue Kran soll dadurch betriebsfähig und geprüft wieder hergestellt werden, auch bei dem gelben Kran werden Ergänzungen in den Sicherheitseinrichtungen und dem Funktionsumfang (etwa Waage und Greifer-Betrieb) durchgeführt - und frische Farbe braucht er auch wieder.

Die Hälfte der Mittel stammt aus dem jährlichen Sondermitteltopf „Denkmalschutz“ des Bundes, für die sich der Harburger SPD-Bundestagsabgeordnete Metin Hakverdi in Berlin erfolgreich eingesetzt hat. Das funktionierte, weil es der KWH gelang, die andere Hälfte durch Zusagen von verschiedenen Geldgebern zu bekommen. Darunter sind Spenden, die Stiftung Denkmalpflege Hamburg, das Denkmalschutzamt und der Bezirk Harburg, teilte von Blomberg mit.

Seit Januar läuft die Gutachter-Tätigkeit, nach der das weitere Vorgehen bestimmt und eine Ausschreibung durchgeführt wird. Mit Beginn der handwerklichen Tätigkeiten rechnet der Verein im Frühsommer 2017. "Unser Ziel ist natürlich eine Fertigstellung in diesem Jahr. Ob es klappen wird, ist indes noch nicht sicher", sagte von Blomberg gegenüber Harburg-aktuell.

Ziel ist es das Ensemble am Lotsekai soweit zu vervollständigen, dass sowohl Hakenbetrieb (blauer Kran) als auch Schüttgut-Umschlag im Greifer-Betrieb (gelber Kran) wieder durchgeführt und im Schaubetrieb gezeigt werden können. Somit erinnern diese lebendigen Einrichtungen an die beeindruckende Hafen- und Wirtschaftsvergangenheit, auf die das heutige Harburg aufbaut. Zwischen den Kranen und auf dem Wasser ist der spannende Raum für verstärkte kulturelle Aktivitäten.  (cb)