Mädchenwirtschaft

Harburg - Sägen, Malen, Hämmern: Mehr als 1000 Schülerinnen aus ganz Hamburg lockte die Veranstaltung Mädchenwirtschaft 2017 an zwei

Tagen in den Harburger Elbcampus. Unter ihnen war am Donnerstag auch Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard, die sich gemeinsam mit Josef Katzer, Präsident der Handwerkskammer Hamburg, bei einem ausgiebigen Rundgang über die Veranstaltung informierte. Und die Senatorin aus Harburg war voll des Lobes: "Eine tolle Veranstaltung, bei der sich die Schülerinnen praxisnah über viele handwerkliche Berufe informieren können", sagte Leonhard gegenüber harburg-aktuell.

Chemie-Experiment: Jasmine (links) und Anna-Katharina bestimmen mit Azubi Johannes Niebuhr von der Firma Sasol den Erstarrungspunkt von Wachs. Foto: cb

Was für Berufe gibt es überhaupt, und welcher könnte zu mir passen? Mit dieser Frage sind die Schülerinnen der 7. und 8. Klassen aus 24 Hamburger Stadtteilschulen bei der Berufe-Rallye an den Start gegangen. Die Mädchen erkundeten an insgesamt 18 Rallyestationen spielerisch 30 Ausbildungsberufe aus dem gewerblich-technischen und dem IT-Bereich. Die „Mädchenwirtschaft 2017“ zeigte, dass das Rallye-Konzept einer „Berufsorientierung live“ auch in seiner 24. Ausgabe nach wie vor bei den Schülerinnen sehr gut ankommt.

"Die Mädchenwirtschaft ist bei den Stadtteilschulen außerordentlich beliebt. Die Teilnahmeplätze waren mit Schülerinnen aus insgesamt 81 Klassen schnell vergeben",
sagte Birgit Weinrich von der Handwerkskammer. Das Rezept: An jeder Rallye-Station lösten die Mädchen eine Aufgabe. Sie erlebten dabei in der Praxis, was die einzelnen Ausbildungsberufe ausmacht. Und es öffnete ihnen den Blick auch für bislang männerdominierte Berufe und für Berufe, die sie bisher nicht kannten.

„Die Wahl eines Berufes ist eine der wichtigsten Fragen im Leben. Entscheidend bei der Antwort auf diese Frage ist, dass der Beruf zu den eigenen Interessen und Stärken passt. Das muss Jede und Jeder für sich herausfinden", sagte Josef Katzer. Und Melanie Leonhard fügte hinzu: "Ich finde es wunderbar, dass es immer mehr Frauenpower an der Werkbank gibt und ermuntere jedes Mädchen, sich mit den spannenden handwerklichen Berufen auseinanderzusetzen.“  (cb)

Die Info-Stände im Elbcampus waren gut besucht. Foto: cb