Glockenspiel

Harburg - Die Harburger Fußgängerzone "Lü" hat ihr Glockenspiel wieder: Seit Donnerstag, 14 Uhr, spielen die 12 Glocken, die an die Fassade

des Hauses an der Lüneburger Straße 27 installiert sind, zum ersten Mal seit mehr als drei Jahren wieder eine Melodie. Für viele Harburger ist das Glockenspiel ein Stück Kindheitserinnerung, über das sie sich jetzt wieder freuen können.

Das Glockenspiel wurde 1967 vom Harburger Uhrmachermeister Wilhelm Schmidt auf Wunsch seiner Frau Carla an der Fassade installiert. Hergestellt und installiert wurde es damals von der Königlich Holländischen Glockengießerei.

Zwei Tage lang hat Dirk Fransen, Glocken-Experte aus Holland von der Firma Royal Eijsbouts - dem Nachfolger des Erbauers - gebraucht, um die zwölf neuen Magnethämmer und die Magneten auszutauschen. Die alten Klöppel waren korrodiert und nicht mehr zu reparieren. Sie wurden in Holland vor dem Einbau neu angefertigt.

Insgesamt hat die Reparatur des Glockenspiels hat mehr als 13.700 Euro gekostet. Die Eigentümer des Gebäudes, Herr und Frau Landahl, tragen 5.500 Euro bei. Die Bezirkspolitik hat einem Antrag auf bezirkliche Sondermittel über 5.700 Euro zugestimmt. Die restlichen 2.500 Euro werden durch das BID Lü übernommen.

Von 10 bis 18 Uhr klingen jetzt wieder alle zwei Stunden Glocken-Melodien durch die Lüneburger Straße. Insgesamt können zehn unterschiedliche Melodien abgespielt werden. Für Harburg ist die Reparatur ein doppelter Grund zur Freude, denn das Glockenspiel feiert im September dieses Jahres sein 50-jähriges Jubiläum. (cb)

Mit Hilfe eines Hubwagens nahm Dirk Fransen die Reparatur des Glockenspiels in der Lü vor. Foto: cb