Wikinger Fest

Harburg - Harburg steht vor einer Invasion der Wikinger: Am Sonntag, 29. Januar, werden die Männer der "Wikingergesellschaft Altes Land" zum dritten Mal die Harburger City

entern. Knapp 100 von ihnen - viermal so viele Nordmänner wie beim letzten Mal - werden die Hauptdarsteller des Wikinger-Spektakels, das dieses Mal in weiten Bereichen der Innenstadt und am Großmoorbogen stattfindet, sein.

Erfreulicher "Nebeneffekt" des Wikinger Fests: Durch die Einhaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen der Veranstaltung und das erweiterte Aktionsprogramm ist es dem Citymanagement gelungen, dass die Geschäfte in der Innenstadt, sowie Roller und Poco am Großmoorbogen, an diesem Sonntag von 13 bis 18 Uhr öffnen können.

Nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts sind - wie berichtet - bundesweit deutlich strengere Maßstäbe von den Behörden für eine Genehmigung einer Sonntagsöffnung anzusetzen. Die stattfindende Veranstaltung muss der eigentliche Grund sein, warum die Menschen in die City strömen. Nur dann dürfen auch die Geschäfte geöffnet werden.

So werden also Am 29. Januar die „wilden Mannen“ neben den Plätzen in der City in diesem Jahr auch die Center, in denen Ausstellungen besucht werden können erobern. Sie präsentieren mit ihren typischen Hütten und Ständen sowie professionellen Akteuren das Leben des frühen Mittelalters und schlagen ihre Zelte an vielen Standorten in der Harburger City und am Großmoorbogen auf.

"Die Wikingerschar versetzt mit ihrer Präsenz, ihrer Ausrüstung, ihren handwerklichen Vorführungen, den typischen Hütten und Ständen die Besucher zurück in die Zeit des Frühmittelalters", sagt Citymanagerin Melanie-Gitte Lansmann, die betont: "Sie inszeniert für unsere Gäste und Besucher ein buntes, wildes - aber ungefährliches - Spektakel, das sich niemand entgehen lassen sollte."

Ob Harburg für die drei weiteren in Frage kommenden Sonntage, an denen die Geschäfte öffnen könnten, eine Genehmigung erhält, steht indes noch nicht fest. "Um eine Genehmigung zu bekommen, muss die Veranstaltungen an sich eine große Strahlkraft haben", sagt Lansmann. "Allerdings sind größere Spektakel auch zugleich mit höheren Kosten verbunden."

Für Bernd Meyer, Vorstandsvorsitzender des Harburger Citymanagement, liegt in den strengeren Auflagen auch eine Chance: "Harburg muss jetzt enger zusammenrücken. Nur wenn alle mitmachen kann Harburg als Oberzentrum gestärkt werden."  (cb)