Baumkuchen bei Wedemann

Harburg - Ein Besuch im Backhaus Wedemann am Großmoorbogen lohnt sich in der Adventszeit ganz besonders. Denn jetzt kann man an mehreren Tagen

in der Woche morgens im Verkaufraum miterleben, wie Dierk Eisenschmidt seinen legendären Harburger Baumkuchen herstellt. Und selbstverständlich kann man auch gleich eine kleine Kostprobe dieser Leckerei probieren.

Die Herstellung von Baumkuchen gilt als Königsdisziplin im Konditorhandwerk. und Harburgs Konditormeister Dierk Eisenschmidt ist einer der Wenigen seiner Zunft, die dieses Handwerk noch beherrschen. Bereits im dritten Jahr ist er in der Adventszeit mit seinem Baumkuchenofen im Backhaus Wedemann zu Gast, um ihn vor den Augen der Kunden zu backen. Denn auch nach der Schließung seiner Konditorei in der Julius-Ludowieg-Straße brauchen die Fans der beliebten Spezialität nicht drauf zu verzichten.

Das Geheimnis des guten Geschmacks ist die Zusammensetzung der zehn Zutaten, die bereits seit mehr als 60 Jahren unverändert sind. Im Jahr 1956 backte der junge Dierk Eisenschmidt seine ersten Baumkuchen. Der Name Baumkuchen kommt von den mindestens 15 Schichten der Rohmasse, die der Konditormeister nach und nach auf die sich drehende Rolle aufträgt.

Die fertigen Baumkuchen-Stücke bekommen zum Finale ihren Schokoladenüberzug - Zartbitter oder Vollmilch - aufgetragen. Foto: cb

Das Gebäck wird in Schichten an einer sich drehenden Achse bei über 300 Grad über offener Flamme gebacken. Später sind diese Schichten sichtbar und sehen aus, wie die Jahresringe eines Baumes. "Deshalb sagt man auch, dass der Baumkuchen wächst", verrät der Konditormeister.

Verkauft wird der frische Baumkuchen direkt im Backhaus Wedemann oder - wie berichtet - im Genussladen Sohl am Sand. 100 Gramm der Ringe kosten 4,50 Euro und 100 Gramm der Spitzen werden für 4,60 Euro angeboten. Auf Wunsch stellt Dierk Eisenschmidt auch Baumkuchen von bis zu einem Meter Länge her. (cb)