Denkmalpreis

Harburg - Die Technische Universität in Harburg hat am Dienstag den Denkmalpreis des Museumsvereins Harburg erhalten. Damit wird die TUHH für ihr

Hauptgebäude am Schwarzenberg-Campus und damit für den Erhalt der historischen Bausubstanz einer Pionierkaserne ausgezeichnet. Der diesjährige Preis wird zum zweiten Mal vom Museumsverein Harburg vergeben. Zuvor erhielt wie berichtet der Speicher am Kaufhauskanal diese Auszeichnung.

Universität meets Kaserne: Das als denkmalwürdig eingestufte Gebäude wurde 2010 saniert und mit einem Neubau sowie einem Vorbau zu einem Gesamtkomplex ergänzt. Mit diesem Umbau der Kaserne erhielt die TUHH erstmals ein zentrales Hauptgebäude und damit zugleich ein sichtbares Eingangstor zum Campus.

„Die Auszeichnung rückt ein besonderes, denkmalgeschütztes Ensemble in den Mittelpunkt, das mit viel Finesse und Fingerspitzengefühl umgestaltet wurde“, sagt Professor Dr. Peter Hornberger, Vorsitzender des Museumsvereins Harburg. Das Hauptgebäude ist Sitz des Studentischen Lern-und Kommunikationszentrums sowie großer Teile der Verwaltung und des Präsidiums. Es besteht aus der historischen Bausubstanz einer Pionierkaserne und zwei Ergänzungsbauten. Den Plan zeichnet das Hamburger Architektenbüro von Gerkan, Marg und Partner.

„Das alte Kasernengebäude gehört zu Harburgs Stadtgeschichte und ist heute ein lebendiges Symbol für die Zukunftsorientierung Harburgs“,
so TU-Präsident Garabed Antranikian. „Das Gebäude steht für eine erfolgreiche Entwicklung der TUHH. Aus dem ehemaligen militärischen Kasernenbau ist durch eine starke gemeinsame Leistung ein Gebäude der Wissenschaft geworden“, so Antranikian weiter.

Nach der Grundsanierung wurde die Kaserne größtenteils entkernt und die Lücke im Ostteil mit einem würfelförmigen Neubau gefüllt sowie im Westen der historische Teil mit einem quaderförmigen Anbau ergänzt. Herzstück ist das offene, 21,5 Meter hohe und zu den drei Etagen führende Treppenhaus mit einem Foyer im Parterre.

Vom Schwarzenberg-Campus 1 sowie vom Campus führen zwei Freitreppen zu den 10,5 Meter hohen Eingangstüren. Diese Glasportale spiegeln die Form der historischen Rundbogenfenster wieder, von denen zwölf im Original im Parterre erhalten sind. Außer der Neubau-Fassade bilden diese Portale das prägende architektonische Element des Hauptgebäudes.

Der Denkmalpreis des Museumsvereins Harburg wird an Personen und Institutionen verliehen, die sich um den Erhalt bedeutender Gebäude verdient gemacht haben. Der undotierte Preis besteht aus einer Urkunde und einer runden Plakette, die in den Farben blau mit weiß und schwarz nach den Farben der Haager Konvention zur Kennzeichnung und dem Schutz von Kulturgut gehalten ist.  (cb)