Unfall

Wilhelmsburg - Nach dem Verkehrsunfall auf der Wilhelmsburger Reichsstraße ist der Fahrer (45) eines Lasters am Donnerstagabend im Krankenhaus gestorben.

Er war Stunden zuvor in einer dramatischen Rettungsaktion von der Feuerwehr aus dem zertrümmerten Führerhause seines Fahrzeugs geholt und reanimiert worden. Der 45-Jährige war um kurz nach 12 Uhr mit seinem Lastzug in Richtung Hamburger Innenstadt unterwegs gewesen, als er auf den vor ihm fahrenden Kipplaster auffuhr.

Feuerwehrleute bei den Rettungsarbeiten. Foto: zv

Der Unfall ereignete sich kurz vor der Ausfahrt Wilhelmsburg-Mitte. Die Mulde des Kipplasters hatte sich in Höhe des Fahrers wie ein Keil in den auffahrenden Lkw gebohrt. Der 45-Jährige wurde in seinem Führerhaus eingeklemmt und musste mit hydraulischem Gerät von der Feuerwehr, die mit einem Großaufgebot an der Unfallstelle im Einsatz ist, befreit werden. Um überhaupt an den Fahrer zu kommen, zog der als Zugmaschine eingesetzte Feuerwehrkran die beiden verkeilten Laster auseinander. Nach gut einer Stunde war der Fahrer befreit. Er wurde unter Reanimationsbedingungen zum Rettungswagen und weiter ins Krankenhaus St. Georg gebracht.

Die Polizei ermittelte: Ein Autofahrer hat durch ein rücksichtsloses Fahrmanöver den Unfall ausgelöst. Er hatte Fahrzeuge überholt, war eingeschert und hatte unvermittelt stark gebremst Der Fahrer des Kipplasters musste abrupt bremsen. Der dahinter fahrende 45-Jährige hatte keine Chance mehr zu reagieren und fuhr auf. Der Verursacher flüchtete. Laut Polizei handelte es sich um einen Audi. Nach ihm wird gefahndet.

Die Wilhemsburger Reichsstraße wurde für die Rettungsarbeiten und die Unfallaufnahme in beide Richtungen gesperrt. Daher kam es derzeit auf den Ausweichstrecken zu massiven Verkehrsbehinderungen. (zv/cb)