Harburger Gedenktage

Harburg - Gelungener Auftakt für die Harburger Gedenktage, die in diesem Jahr den Titel  „Hakenkreuz und rundes Leder“ tragen: Knapp 50 Personen kamen am

Donnerstagabend in die Harburger Bücherhalle, um bei der Eröffnung der Ausstellung „Hamburger Fußball im Nationalsozialismus" - sie war zuvor im Hamburger Rathaus zu sehen - dabei zu sein.

Das Publikum wurde vom Kurator der Ausstellung, Herbert Diercks von der KZ-Gedenkstätte, in die Thematik eingeführt. Den musikalischen Part übernahm das Saxofon-Quartett vom Friedrich-Ebert-Gymnasium.

Kurator Herbert Diercks von der KZ-Gedenkstätte Neuengamme führte die Besucher in das Thema ein. Foto: cb

Die Ausstellung wird bis zum 10. November in Harburg gezeigt und bringt  mehr Licht in dieses dunkle Kapitel der jüngsten deutschen Geschichte. Konzipiert wurde die Wanderausstellung von der Gedenkstätte. Es werden Einblicke in eine jahrzehntelang verklärte Geschichte gegeben. Durch die Initiative Gedenken in Harburg wurde die Ausstellung um lokale Aspekte des Fußballs dieser Zeit aus Wilhelmsburg und Harburg ergänzt.

Die Schau der KZ-Gedenkstätte Neuengamme thematisiert die gravierenden Veränderungen im Bereich des Fußballsports nach der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler. Sie zeigt, wie stark die rassistische NS-Politik auch den Alltag der aller Sporttreibenden ab 1933 bestimmte. Die Arbeitersportbewegung wurde zerschlagen und die bürgerlichen Turn- und Sportvereine gleichgeschaltet.

Den musikalischen Part übernahm das Saxofon-Quartett vom Friedrich-Ebert-Gymnasium. Foto: cb

An ihrer Spitze standen nun Vereinsführer, die sich zum Nationalsozialismus bekannten und das Vereinsleben dementsprechend gestalteten. Die weitere Mitgliedschaft jüdischer Sportlerinnen und Sportler war dabei unerwünscht.

Am Sonnabend, 8. Oktober, lädt die Initiative Gedenken in Harburg im Rahmen des Harburger Kulturtages um 12 Uhr zu einer öffentlichen Führung durch alle Teile der Ausstellung ein. Weitere Gruppenführungen sind auf Anfrage unter Telefon 040/77 29 23 möglich. (cb)

Das komplette Programm der Harburger Gedenktage finden Sie mit einem Klick hier.