Gildehaus

Harburg - Das Gildehaus auf dem Schwarzenberg hat einen neuen Pächter: Gastronom Rainer Stora übernimmt das Restaurant, in dem sich in den letzten Jahren

mehrere Pächter die Klinke in die Hand gaben. Knapp drei Monate nach der Aufgabe von Michael Förstermann, der wie berichtet mit seinem "GastHuus" die Segel streichen musste, wagt der 56-jährige Rainer Stora einen gastronomischen Neuanfang. Ihm zur Seite steht seine Lebenspartnerin Claudia Mietzner, eine gebürtige Harburgerin, die einen guten Draht zur Gilde hat und den Kontakt herstellte.

Rainer Stora und seine Lebenspartnerin Claudia Mietzner vor dem Gildehaus. Foto: cb

Der Pachtvertrag ist bereits unter Dach und Fach, die Modernisierungsarbeiten laufen auf Hochtouren. Unter anderem erhielt der Clubraum einen neuen Bodenbelag, die Küche wird überholt und unter anderem mit einem modernen Lavastein-Grill ausgestattet. Wenn alles nach Plan läuft, will Stora sein Restaurant am Sonnabend, 1. Oktober, eröffnen. Der Name steht auch schon fest: Das Restaurant wird "Kaiserlich" heißen - auch wegen der Nähe zum Kaiserbrunnen. Stora: "Vor allem aber sollen die Gäste hier kaiserlich bewirtet werden."

Stora und sein Team setzen auf gutbürgerliche Deutsche Küche mit saisonalen Spezialitäten. Stora: "Wir verwenden erstklassige Produkte aus der Region und legen Wert auf eine hochwertige Zubereitung. Restaurants mit diesem Angebot sind in Harburg und Umgebung rar gesät. Darin sehen wir unsere Chance."

Gastronom Rainer Stora vor seiner neuen Wirkungsstätte, dem Gildehaus auf dem Schwarzenberg. Foto: cb

Rainer Stora ist seit über 20 Jahren in der Gastronomie zu Hause und betrieb in der Vergangenheit erfolgreich mehrere Italienische Restaurants in Hamburg. Die Situation mit der Zentralen Erstaufnahme auf dem Schwarzenberg ist ihm natürlich bekannt. "Ich glaube nicht, das die Leute sich dadurch von einem Restaurant-Besuch abhalten lassen, wenn die Qualität der Speisen und das Ambiente stimmen", so Stora. Außerdem geht er davon aus, das die Unterkunft in absehbarer Zeit nicht mehr gebraucht und abgebaut wird.

"Die Harburger Schützengilde ist eine bekannte Institution, die eine gute Gastronomie verdient hat", betont Stora, der seine Gäste mit hoher Qualität und gutem Geschmack überzeugen will. Außer einem Mittagstisch, der auch die Studenten der TUHH anlocken soll, setzt der Gastronom auf eine feine Abendkarte - und viel Gemütlichkeit und Amiente im "Kaiserlich."  (cb)