Windräder an der AS Harburg

Neuland - Nun sind sie weg. Am Donnerstag wurde innerhalb weniger Stunden das zweite der beiden großen Windräder abgebaut, die für den neuen Logistkpark weichen müssen. Autofahrer,

die auf der A1 oder auf der Zufahrt zur Autobahn auf der Neuländer Straße unterwegs waren, konnten das Schauspiel verfolgen. Stück für Stück wurde das Windrad demontiert und in den immer noch großen Einzelteilen auf der Wiese abgelegt.

Mit dem Abbau der Windräder ist man seiner Zeit vorraus. Noch Anfang Juni hieß es im Stadtplanungsausschuss, dass die Windräder bis Ende September demontiert werden. Anschließend wird das Gelände aufgeschüttet, damit die zukünftig dort stehenden Hallen festen Boden unter den Fundamenten haben. Am Ende wird dort, auf der Höhe des Zeitgeistes und als eines von 19 Klima-Modell-Quartieren in Hamburg, ein 25 Hektar großes Klimaschutz-Modellquartier der Logistbranche stehen, in dem diesmal nicht gewohnt, sondern gelagert wird. Die Bauarbeiten soll bis 2020 laufen.

Das demontierte Windrad liegt auf den Neuländer Wiesen. Foto: zv

Insgesamt werden rund 30 Millionen Euro in das Projekt, dass unter dem Begriff "Neuland 23" entwickelt wurde, investiert. In den vergangenen Jahren hatte das Projekt mit so manchen Problemen zu kämpfen. Beispielsweise mit dem geschützen "Furzfisch", korrekt Schlammpeitzger (misgurnus fossilis), eine aalförmiges Wasserwesen, das bei Gewitter an der Wasseroberfläche nach Luft schnappt, um sie dann geräuschvoll über den Enddarm wieder ins Freie zu befördern, was dem Fisch die wenig schmeichelhafte Bezeichnung einbrachte. zv