Poku00e9mon Go Fieber am Lu00fcneburger Tor

Harburg - Es werden immer mehr: Menschen, die ihr Handy dicht vor dem Gesicht haben und zu Fuß durch die Straßen gehen. Sie haben alle eins gemeinsam: Sie sind im

Pokémon Go-Fieber. So heißt das Videospiel mit dem der Japanische Spielkonsolen-Hersteller Nintendo ein weltweites Jagdfieber hervorgerufen hat. Der Hype dauert nun schon mehrere Wochen an - ein Ende ist nicht abzusehen.

Auch in Harburg ist die Pokémon-Hysterie allgegenwärtig. Immer mehr Menschen gehen auf die Jagd. Vor allem junge Menschen sind begeistert von dem Spiel, das eine virtuelle Spielewelt mit der realen Welt verbindet. Ganze Gruppen treffen sich in Arenen, um zu kämpfen oder an Pokestops um Eier, Pokebälle, Tränke und anderes Zubehör zu sammeln. Immer ein Ziel vor Augen: Das erreichen des nächsten Levels.

Der 21-jährige Musa spielt in jeder Lebenslage - auch auf dem Skateboard. Foto: cb

Auch die drei 21-jährigen Harburger Musa, Saber und Metin sind große Pokemon-Go-Fans. Wann immer es geht, treffen sie sich zum Spielen. "Dieses Spiel hat großes Suchtpotenzial. ungefähr 90 Prozent unserer Freunde spielen das", gibt Spieler Metin zu. Er geht unter dem Nicknamen "Noctehunter" auf die Virtuelle Jagd - sogar in seiner kurzen Mittagspause.

Besonders viele Anhänger hat das Spiel unter denjenigen, die als Kind mit den Pokemon-Karten gespielt, oder die Serie im TV gesehen haben. "Das ist ein Stück Kindheit in der Gegenwart", sagt Musa. Und sein Kumpel Metin fügt hinzu: "Es gibt rund 150 verschiedene Pokemons und ich will möglichst viele davon bekommen."
 
Und die drei finden in Harburg nicht nur viele Mitspieler, sonder auch viele Arenen und Pokespots. Richtig angesagt ist derzeit der Platz am Lüneburger Tor. Oft versammeln sich bis zu 50 Spieler an diesem Ort, sitzen oft noch bis spät in der Nacht vor ihren Handys und spiele.

Die Erklärung: Am Lüneburger Tor gibt es drei Pokestops auf wenigen Metern - eine echte Seltenheit: Hier können die Spieler Gegenstände wie PokeBälle oder Pokemon Eier bekommen. Die Eier schlüpfen nach einer gewissen Zeit in der Brutmaschine und werden zu einem Pokemon, das man seiner Sammlung hinzufügen kann.

Außerdem gibt es in Harburg mehrere "Arenen" an denen die Spieler "Kämpfen". Unter anderem ist eine in der Nähe vom Refugium an der Bremer Straße und eine am Bleigießer auf der Museumsachse. Auch im Binnenhafen und an der TUHH befinden sich diese Arenen.

Auch wenn viele über diese Massen-Bewegung nur den Kopf schütteln können, hat dieses Spiel auch seine gute Seite: Selbst eingefleischte Stubenhocker gehen jetzt wieder nach draußen und legen viele Kilometer zu Fuß zurück, um kleine Monster zu jagen. (cb)