160623Kletter1Harburg - Wenn alles nach Plan läuft, bekommt Harburg im nächsten Jahr eine Attraktion mit großer Strahlwirkung: An der Kuhtrift in Heimfeld soll das Projekt "Kletterpark

Harburg" realisiert werden. Waldeigentümer Heinrich Schabert stellte am Donnerstag gemeinsam mit den Kletterpark-Spezialisten und Investoren Torsten Hedinger und Markus Hielscher das Projekt vor.

"Durch seinen lichten und alten Baumbestand bietet das hügelige Gelände mit einem Höhenunterschied von mehr als 40 Metern ideale Voraussetzungen für den Betrieb eines Kletterparks", sagte Heinrich Schabert, der mit seinem Forstwirtschafts-Unternehmen ImmoForst OHG das etwa 50 Hektar große Waldgelände seit vier Jahren bewirtschaftet.

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Ein Kletterpark wie dieser soll an der Kuhtrift in Heimfeld entsetehen. Foto:pr

Auf einer Fläche von zwei Hektar sollen ein Kletterwald mit rund 150 Stationen, ein Team-Hochseilgarten mit etwa 20 und ein Niedrigseilgarten mit cirka zehn Aufgaben entstehen. Ein echtes Alleinstellungsmerkmal für den Harburger Kletterpark wären eine Seilbahn mit knapp 1000 Meter Länge und eine zusätzliche Fly-Line - eine auf Schiene mit Kurven ausgestattete Seilbahn - mit etwa 600 Meter Länge. Der Kletterpark soll zwischen 16.000 und 30.000 Besucher im Jahr anlocken.

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In dieser Wald-Schneise sollen die Besucher mit der Seilbahn hinab sausen. Foto: cb

Insgesamt soll rund eine Million Euro in den Kletterpark Harburg fließen. Die Investoren, die Höhenweg GmbH sowie die Torsten Hedinger GbR - Hochseilgärten Heist und Hasloh, sind seit mehr als 20 Jahren in der Branche tätig und haben Know-How und Erfahrung im Bau und Betrieb von Hochseilgärten und Kletterparks.

Das Angebot richtet sich nicht nur an Individual-Gäste. Weitere Schwerpunkte sind die Bereiche Schulen und Sportpädagogik, Firmen und Betriebsausflüge, Teamtrainings und Erlebnis-Pädagogik.

Vor Kurzem wurde das Projekt dem Stadtplanungsausschuss Harburg und der Bezirksverwaltung ausführlich vorgestellt. "Wir hoffen, dass das Baugenehmigungsverfahren bis Oktober 2016 abgeschlossen ist und wir noch im Oktober dieses Jahres mit den ersten Baumaßnahmen beginnen können", sagte Heinrich Schabert, der sich eine Eröffnung der Anlage im April nächsten Jahres wünscht.

Ein Kletterpark mit mehreren Alleinstellungsmerkmalen, die weit über den Süderelberaum hinaus strahlen, wäre eine Oase in der Freizeitwüste Harburg. Bleibt zu hoffen, dass die Politik ihrer Verantwortung gerecht wird.  (cb)