TUHHHauptgebHDR1Harburg – Die Signale aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft seien nicht mehr zu überhören. „Sie erwarten ein weiteres Wachstum – sowohl quantitativ als auch qualitativ“,

sagt Dr. Ralf Grote, Leiter des Präsidialbereichs der Technischen Universität Hamburg in Harburg. Er war auf Bitten der SPD-Fraktion in den Stadtplanungsausschuss gekommen, um Entwicklungsmöglichkeiten der Hochschule darzustellen.

Grote: „Wir haben zurzeit rund 100 Professoren und bald 7300 Studierende, können uns aber 135 Professoren und gut 10.000 Studierende vorstellen.“ Gerade die drei starken TUHH-Kompetenzfelder Green Technologies, Life Science Technologies und Aviation & Maritime Systems machten eine Erweiterung notwendig. Allerdings: Die Räumlichkeiten sind beschränkt, auf dem Campus der TUHH zwischen Eißendorfer Straße und Schwarzenberg ist nur noch Platz für ein neues Gebäude – nämlich dort, wo eingeklemmt zwischen Hauptgebäude und Kasernenstraße eine marode Baracke steht. Dort soll Gebäude „B“ entstehen.

Und dann? „Es ist völlig klar, dass wir unsere Zukunft in Harburg sehen“, sagt Grote. „Wir stehen zu diesem Standort, schon allein wegen der Nähe zur TuTech Innovation GmbH und dem geplanten Fraunhofer Institut.“ Und wo könnte sich die TUHH noch ausbreiten? Grote denkt dabei an eine städtische Fläche hinter dem Gebäude des Instituts für Umwelttechnik und Energiewirtschaft in der Harburger Schloßstraße 36. „Insgesamt brauchen wir wohl 8500 Quadratmeter Grundfläche auf der wir 30.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche unterbringen wollen.“  Zum Vergleich: Das Phoenix-Center hat eine Verkaufsfläche von rund 28.000 Quadratmetern.

Für die Mitglieder des Stadtplanungsausschusses hatte Grote zum Schluss noch einen kleinen Bonbon: Wohnte einst knapp ein Drittel der TU-Studierenden in Harburg sind es jetzt schon fast 40 Prozent. „Es würden noch viel mehr sein, wenn es für sie preisgünstigen Wohnraum gäbe“, sagte Grote. Harburg sei für die meisten Studierenden längst ein attraktiver Wohnort. ag