150220GSHHarburg – Die Pläne für den 22-Millionen-Euro-Umbau der Goethe-Schule Harburg sind noch einmal leicht verändert worden. Vor allem der Eingangsbereich

des neuen repräsentativen Hauptgebäudes an der Eißendorfer Straße wird leicht modifiziert. Bei der Vorstellung der aktualisierten Pläne gab es im Stadtplanungsausschuss auch Kritik.

Der Vorsitzende des Harburger Kulturausschusses, Ralf-Dieter Fischer (CDU), bemängelte, dass der große Theatersaal ohne größere Nebenräume auskommen müsse. Es gebe keinerlei Möglichkeiten, Kulissen oder nicht benötigtes Mobiliar außerhalb des Saals abzustellen. Fischer: „Wenn der Konzertflügel nicht gebraucht wird, weiß keiner, wohin damit. Er muss auf der Bühne bleiben.“

Isabel Wiest von den Neuen Liberalen stieß sich an der grundsätzlichen Konstruktion: „Über dem Theatersaal ist eine Sporthalle vorgesehen. Da sind die Konflikte doch programmiert.“ Der Architekt vom Büro „pfp architekten“ musste einräumen, dass einiges nicht ganz glücklich sei. Die engen Raumvorgaben der Behörde ließen aber keine andere Wahl.

Anwohner der Goethe-Schule dürften aufmerksam geworden sein, als Baudezernent Jörg Penner am Rande erwähnte, dass man die Chance nützen könnte, den Vorplatz der Schule städtischer zu gestalten. Mit anderen Worten: Die Stellplätze an der Eißendorfer Straße dürften komplett wegfallen. Anwohner Axel Gebhardt: „Die Lehrerinnen von der Goethe-Schule parken doch jetzt schon das ganze Quartier dicht. Die Leute von der Müllabfuhr können ein Lied davon singen.“ Als Anwohner könne man sich nur auf die Schulferien freuen, dann sei die Lage spürbar entspannter. ag

Veröffentlicht 8. Juni 2016