160523BauHarburg – Der „lange Jammer“ ist passé. Der 35-Millionen-Euro-Bau, der die Lücke zwischen Amtsgericht, Soldatenfriedhof, Seehafenbrücke und Bleicherweg füllen soll

und zunächst als Studentenwohnheim mit 375 Zimmern und einer eintönigen Fassade geplant war, hat sein Aussehen komplett verändert. Jetzt baut Investor Dietrich von Stemm ein Wohnheim für Studierende und Azubis mit 190 Plätzen, in dem auch die Freiwillige Feuerwehr Harburg endlich ein dauerhaftes Domizil findet. Daneben entsteht ein Pflegeheim mit rund 100 Plätzen.

Im Stadtplanungsausschuss der Bezirksversammlung hat von Stemm über den Stand der Dinge berichtet. Für das Wohnheim gab es immer wieder Probleme mit der Finanzierung, jetzt wird das neu gegründete Azubiwerk Betreiber. Der Bau wird öffentlich gefördert, dabei wurde eine ungewöhnlich lange Sozialbindung von 30 Jahren (üblich sind 15 Jahre) vereinbart. Erst dann dürfen die Mieten frei kalkuliert werden.

160523Luftbild
Das Gelände ist bereits für den Bau vorbereitet. Foto: zv

Zu klären ist noch, wie der südliche Zugang des Heims gestaltet wird. Einerseits soll verhindert werden, dass sich dort Trampelpfade in Richtung S-Bahnhof bilden, anderseits „kann nicht der ganze Hang abgegraben werden“ – so Baudezernent Jörg Penner.

Das benachbarte Pflegeheim soll anders gestaltet werden. Details kamen diesmal allerdings nicht zur Sprache. Nur so viel: Betreiber wird die Lindhorst-Gruppe, die schon in Neugraben eine Seniorenresidenz gebaut hat.

Zurzeit sind noch drei Klagen von Anwohnern anhängig. Sie wehren sich vor allem gegen die Ausmaße der Gebäude und gegen eine mögliche Verkehrszunahme im Bleicherweg und im Helmsweg. ag

Veröffentlicht 23. Mai 2016