160510RetterFischbek - Nach dem Feuer in der Messi-Wohnung in Fischbek ist klar: Der 67-jährige Bewohner hat großes Glück gehabt: Gleich mehreren Faktoren ist es zu verdanken

, das er am Dienstagmorgen gerettet werden konnte und rechtzeitig ins Krankenhaus gebracht wurde. Nachbarn des Mehrfamilienhauses in der Cuxhavener Straße 448 hörten den Rauchmelder und alarmierten die Einsatzkräfte. Doch sein größtes Glück war, das zwei Feuerwehrleute, die auf dem Weg zum Dienst waren, zufällig an dem Haus vorbeifuhren und das Feuer im 2. Stock bemerkten.

Der 47-jährige Jens Neumann aus Buxtehude war auf dem Weg zur Feuerwache nach Alstersorf und sein Kollege Andreas Mundt (50) aus Regesbostel fuhr mit dem Fahrrad zum Dienst an der Wache Süderelbe. Die beiden hielten sofort an und begegneten sich in diesem Moment um 5.45 Uhr vor der Tür des Hauses.

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Andreas Mundt (l.) und Jens Neumann auf einem Hubrettungsfahrzeug. Foto: cb

Die Profis handelten sofort umsichtig und routiniert. Sie klingelten an den Türen der anderen Wohnungen und warnten die Menschen vor dem Feuer. "Bis auf ein älteres Ehepaar verließen auch alle sofort das Haus", beschreibt Jens Neumann die Situation. Die beiden wurden später von den Einsatzkräften mit Fluchthauben aus dem verqualmten Gebäude geholt.

Als sie den 67-Jährigen, der sich noch aus der Wohnung retten konnte, schwer verletzt vor seiner Haustür fanden, brachten Sie ihn gemeinsam aus dem Haus. Die lodernden Flammen hatten bereits große Teile der Wohnung zerstört. "Wir haben die Haustür geschlossen, damit der Fluchtweg für die anderen Bewohner nicht verqualmt", erinnert sich Andreas Mundt. In der Messi-Wohnung lagerte sehr viel brennbares Material, das den Flammen zusätzlichen Brennstoff lieferte.  Der Mann kam mit einer Rauchvergiftung und Verbrennungen unter Notarztbegleitung mit dem Rettungswagen ins Harburger Asklepios Krankenhaus.

"Wir haben nur unsere Pflicht getan", sagten die beiden selbstlosen Retter gegenüber harburg-aktuell. "Es ist ein gutes Gefühl, Menschen aus diesen und anderen Notsituationen zu befreien. Genau aus diesem Grund sind wir Feuerwehrleute geworden."

"Dieser Fall zeigt allerdings auch einmal mehr, wie wichtig funktionierende Rauchmelder sind", betonte Feuerwehrsprecher Werner Nölken. Und: "Eigentlich müssten alle Wohnungen seit Dezember 2010 mit Rauchmeldern ausgestattet sein. Leider ist das längst nicht der Fall, obwohl Rauchmelder Leben retten können, wie dieses Beispiel wieder einmal zeigt." (cb)