160504ZaunHarburg – Es ging wohl nicht anders. Weil Säufer, Umweltsäue und Drogenkonsumenten am Seevekanal ihr Unwesen trieben, steht dort jetzt ein Zaun. Er riegelt den Bereich ab, der sich

gleich hinter dem Ausgang vom S-Bahnhof am Seevekanal gegenüber des Phoenix-Centers befindet. Damit sind die dort am Uferbereich aufgestellten langen Sitzgelegenheiten nicht mehr erreichbar.

Es war eine Anfrage der CDU-Fraktion, die die Misere ans Licht brachte. Seit April liegt dem Bezirksamt auch förmlich eingereichter Antrag des Phoenix-Centers vor, das für die Sauberkeit und Instandhaltung des Bereichs zuständig ist. Der Zaun selbst ist eine Notmaßnahme, die von der Centerleitung auf Anraten der Polizei durchgeführt wurde. Die Gründe, die zu dem Zaun führten, sind von der Verwaltung in der Antwort auf die Anfrage beschrieben. Danach wird die Fläche regelmäßig als wilde Müllhalde auch für Altölkanister oder Autobatterien missbraucht.

Andere Zeitgenossen nutzen die Fläche als Lokus. Das hat zur Auswirkung, dass sich dort vor allem bei wärmeren Temperaturen ein penetranter Gestank verbreitet. Regelmäßig fanden dort auch Trinkgelage mit entsprechenden Hinterlassenschaften, zahlreiche zerbrochene Bier- und Wodkaflaschen,  statt. Die Ecke wurde auch gern als abgeschirmter Bereich genutzt, in dem man Drogen konsumierte. "Unser Gärtner hat sich zuletzt geweigert dort zu arbeiten", sagt Centermanager Thomas Krause. Das Center ist durch einen städtebaulichen Vertrag für den Bereich zuständig. "Wir können uns aber nicht aktiv um das Problem kümmern, weil wir das kein Hausrecht haben", so Krause. Die Auswüchse zu unterbinden wäre Sache des Bezirksamtes oder der Polizei.

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Auch in anderen Bereichen, hier oberhalb des Seeveplatzes, sieht es furchtbar aus. Fotos: zv

Dass das Problem nicht auf den Bereich beschränkt ist, sieht man an den Grünanlagen, die sich weiter in Richtung Seeveplatz erstrecken. Auch sie wirken stellenweise wie eine Müllkippe. Jetzt will man nach Lösungen suchen. Ziel soll es sein, dass der abgesperrte Bereich wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. zv

Veröffentlicht 4. Mai 2016