InnenstadtHarburg2Harburg – Jetzt wird abgerechnet: Die konsalt GmbH und die „Standortberatung“ LOC-CON haben seit Juni 2014 genau 154.712,45 Euro für das

Vermietungsmanagement in der Fußgängerzone Lüneburger Straße abgerechnet. Das Geld stammt aus dem 1,5-Millionen-Euro-Topf zur Aufwertung der Harburger Innenstadt, den die ECE als Kompensation für die Erweiterung des Phoenix-Centers zahlen musste. Die SPD-Fraktion in der Bezirksversammlung hat jetzt Zweifel an der sinnvollen Verwendung des Geldes geäußert. In einer Anfrage an das Bezirksamt heißt es: „Von außen betrachtet sind die Tätigkeiten des Vermietungsmanagements nicht sichtbar geworden.“ Es sei jedenfalls schwer zu beurteilen, ob die Tätigkeiten des Vermietungsmanagements erfolgreich waren und welche Tätigkeiten es überhaupt waren.

Ob das nach den Antworten des Bezirksamts leichter wird? Demnach führt konsalt GmbH, die auch Träger für das BID Lüneburger Straße ist, unter anderem „Beratung, Steuerung Finanzcontrolling, Pressearbeit, Koordination Schaufenster und Leerstandsmanagement Pop-up-Store“ als Tätigkeiten an. Außerdem sei Kosten für „Einrichtung, Vertragsabstimmung Finanzcontrolling, Buchhaltung, Kontogebühren und Nutzung der Internetplattform immonet.de“ entstanden. Die Firma LOC-CON von Norbert Radszat hat dazu noch „Entwicklung und Anpassung des Masterplans, Entwicklung Vermietungskonzept mittleres Preissegment, Mitwirkung an der „Gesamt-Story“, Akquisition, Jour Fix, Präsenz vor Ort sowie Controlling, Report und Perspektivkreis“ als Tätigkeiten abgerechnet.

Und was wurde erreicht? Vier Flächen (NaNu NaNa, Harem Juwelier, Arma Moden, Keyfin) seien „unter Mitwirkung des Vermietungsmanagements (unterstützend)“ vermietet worden, sechs Flächen (Toner Dumping, Vodaphone, Mobilcom, Alpha Ware, Mr. Smoke, Irina Moden) „maßgeblich oder allein“. Dazu kämen noch sieben Pop-up-Stores. ag

Veröffentlicht 11. April 2016