160406QuarreeHarburg – Nun hat das einst als „weltweiter Leuchtturm“ gepriesene 200-Millionen-Euro-Projekt „Neuländer Quarree“  auch jegliche Unterstützung der Bezirkspolitik

verloren. Der Stadtplanungsausschuss Harburg hat am Montagabend in vertraulicher Sitzung eine umfangreiche Vorlage der Verwaltung, in der dem Investor erhebliche Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplans eingeräumt werden, einstimmig abgelehnt. Wenn auch Baudezernent Jörg Penner das Projekt in der Binnenhafen-Begleitgruppe gestern noch optimistisch als „Sorgenkind“ bezeichnete, muss wohl davon ausgegangen werden: Das Projekt ist geplatzt.

Zum politischen Aus kommen finanzielle Schwierigkeiten. Eine Zwangsversteigerung des gut vier Hektar großen Baugrundstücks an der Ecke Hannoversche Straße/Neuländer Straße war vor einem Monat ins Grundbuch eingetragen worden. „Ich habe dieses Projekt vom ersten Moment an als Windnummer bezeichnet“, sagt CDU-Fraktionschef Ralf-Dieter Fischer. Und SPD-Fraktionschef Jürgen Heimath fragt sich, wieso das Bezirksamt jetzt noch so eine umfangreiche Vorlage vorgelegt. ag

Veröffentlicht 6. April 2016