160322HausHarburg – Das Harburger Museum bekommt ein neues Schaufenster. An der Harburger Schloßstraße konnte das Museum eine Abseite in einem der sechs Gebäude

mit dem auffälligen diagonalen First direkt am Bürgersteig zu einem symbolischen Preis erwerben. Der Raum hinter den drei bis zum Boden reichenden Fenstern, der direkt an den Fußweg grenzt, galt als unverkäuflich. Jetzt soll dort eine Mini-Ausstellung entstehen, in der die Geschichte Harburgs präsentiert wird. Einen besseren Platzt hätte man kaum finden können. Zweieinhalb Jahre hatten die Teams des Archäologischen Museums dort Ausgrabungen durchgeführt und 36.000 Funde, darunter durch den feuchten Boden gut erhaltene seltene Überbleibsel der letzten Jahrhunderte entdeckt.

Sicherlich wird sich auch hinter den drei Schaufenstern das eine oder andere Original finden. Geplant ist aber mehr eine spannende, interaktive digitale Präsentation mit neuster Technik an dieser historischen Stelle. An den Details des Konzeptes wird noch gearbeitet.

Mit dem Konzept schlägt das Museum zwei Fliegen mit einer Klappe. Es baut seinen Ruf als digitaler Vorreiter der Hamburger Museumsszene aus. Gleichzeitig wird eine Verbindung zwischen dem Museum am Harburger Rathausplatz und dem historischen, rund 570 Jahre alten Gewölbe im Harburger Schloss geschlossen, das der älteste begehbare Raum Hamburgs ist. Das wird demnächst aufwendig saniert und als Museums-Filiale dienen, in der auf 140 Quadratmetern zahlreiche besondere Funde aus Harburgs Stadtgeschichte gezeigt werden. zv

Veröffentlicht 22. März 2016

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