160305HausNeugraben –  Ein Stadtteil schreibt Geschichte: Erst die Reduzierung der geplanten Großunterkunft am Aschenland und nur einen Tag später die Eröffnung des ersten

KfW-Effizienzhaus 40 Plus in Hamburg im  IBA-Wohnquartier Vogelkamp Neugraben. Tatsächlich lohnt sich ein näherer Blick auf das Musterhaus im Energiestandard der Zukunft, um seine Bedeutung für die Lebensqualität künftige Generationen einschätzen zu können. Dank moderner Wärmepumpentechnik, zentraler Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung, hocheffizienter Photovoltaik-Anlage zur Stromerzeugung mit Sonnenenergie, einer Tesla-Hausbatterie zur Stromspeicherung und einer besonderen Gebäudehülle kommt das Haus ganz ohne fossile Brennstoffe aus und ist nahezu energieautark. Massivhaushersteller Viebrock setzt inzwischen konsequent auf die KfW-Energieeffizienzstandards 40 und 40 plus. „Ab 2012 wird das der Mindeststandard in der europäischen Gebäuderichtlinie sein“, sagt Andreas Viebrock, Vorstandsvorsitzender der Viebrockhaus AG. Alles andere sei in vier Jahren schon ein Altbau.

„Dieses Musterhaus ist ein starkes Signal für den Standort“, sagt Karen Pein, Geschäftsführerin der IBA Hamburg GmbH. Und mit einem Blick auf die Bauarbeiten zur Flüchtlingsunterkunft Aschenland II sagt sie auch: „Gerade in diesen Zeiten.“ Aber nicht nur der zeitgemäße Energiestandard des Musterhauses Randweide 1 sendet Signale, Karen Pein war es auch gelungen, Andreas Viebrock für das IBA-Wohnquartier in Neugraben zu begeistern, so dass hier in Kürze noch viel mehr Viebrockhäuser stehen werden.

Schließlich: Mit ihrer Idee einer Architekturbörse hat die IBA Hamburg auch Baukulturgeschichte geschrieben. Renommierte Architekten hatten fünf Häusertypen vorgegeben, wer  ein Haus im Vogelkamp bauen will, muss sich für einen Typ entscheiden kann ihn allerdings noch individuell gestalten. Der mehrfach ausgezeichnete Architekt Professor Bernhard Hirche hat das KfW-Effizienzmusterhaus entwickelt – nun geht es in Serie und ist schon im Hauskatalog von Viebrock  aufgenommen. Hirche: „Wir Architekten hatten längst gegen die Hersteller von Fertighäusern verloren und konnten uns nur noch auf dem Markt für große Gewerbebauten und Villen für mehr als eine Million Euro behaupten. Jetzt sind wir wieder bei den Eigenheimen im Geschäft.“ Auch das ist ein Signal aus dem Vogelkamp in Neugraben.

Das Resümee von Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen: „Die in Hamburgs Südwesten von der IBA Hamburg GmbH entwickelten, architektonisch und energetisch hochwertigen Wohnquartiere stehen beispielhaft für ganzheitliches, vernetztes Denken im Rahmen moderner Stadtentwicklung.“ Die Eröffnung des ersten KfW-40-Plus-Hauses im Vogelkamp Neugraben zeige darüber hinaus einmal mehr die hohe Attraktivität des Quartiers für Investoren und private Bauherren. ag