160216PapierkorbHarburg – Die Stadtreinigung hat vorgesorgt. Allein im Stadtteil Harburg – also rund um den Rathausplatz und um den Binnenhafen –  hält sie 237 Papierkörbe mit einem

Fassungsvermögen von insgesamt mehr als 17 Kubikmeter vor. Da die meisten Behälter mehrmals in der Woche geleert werden, könnten die Harburger rund 75 Kubikmeter Abfälle in die Papierkörbe stopfen – ohne dass auch nur ein Teil auf der Straße landen müsste. So weit die Theorie.

In der Praxis landet immer mal wieder etwas daneben, aber das hält sich in Grenzen. „Meine Jungs haben das im Griff“, sagt Frank Warschow, Betriebsleiter der Stadtreinigung am Neuländer Kamp. „Und wenn mal irgendwo etwas daneben gegangen ist: Anruf genügt.“ Im Ausschuss für Inneres, Bürgerservice und Verkehr gab Warschow auf Antrag des CDU-Bezirksabgeordneten Uwe Schneider einen Überblick über die Harburger Papierkorb-Szene.

Ärgerlich sei eigentlich nur, wenn immer wieder Leute versuchen, ihren Hausmüll in die Papierkörbe zu entsorgen. Doch das größte Problem sei nicht die Überfüllung einzelner Körbe. Warschow: „Wir haben viel mehr mit mutwilligen Beschädigungen, Schmierereien und Plakatklebungen zu tun. Das bringt einen erheblichen Reinigungsaufwand mit sich.“ Und es bringe auch zusätzliche Kosten mit sich. Der günstigste Behälter, ein Hängepapierkorb, Modell „HH2000“, aus verzinktem Stahl und mit einem Volumen von 42 Litern koste zwischen 95 und 140 Euro, für den Designer-Standpapierkorb Modell „Mara“ in den Farben „Edelstahl“ oder „Anthrazit“, mit einem Volumen von 100 Litern und einem Aschenbecher müsse man schon 800 Euro hinblättern.

Das ist die Nummer der zentralen Müll-Hotline – wenn mal etwas daneben geht: 2576-1111.  ag