160209ScheibeHarburg - Am Dienstag, 16. Februar, findet im Harburger Museum der dritte Vortrag im Rahmen der Reihe “Himmel und Erde - Neues aus der Archäoastronomie”

statt. Der Direktor des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle, Professor Dr. Harald Meller, berichtet ab um 18 Uhr über die weltbekannte Himmelsscheibe von Nebra, die als einer der wichtigsten archäologischen Funde des 20. Jahrhunderts gilt.
    
Die Himmelsscheibe von Nebra ist zurecht Teil des Welterbes: Obwohl in Mitteldeutschland geschaffen, repräsentiert sie mit der Nutzung von astronomischem und religiösem Wissen, unter Verwendung von weither importierten Metallen, wie Kupfer, Gold und Zinn in einzigartiger Weise, die vernetzte Kommunikation während der europäischen Bronzezeit. Europa war zu dieser Zeit ein Netzwerk aus Ideen und gemeinsamen Wertevorstellungen, die zusammen mit den existentiell wichtigen neuen Gütern, Kupfer und Zinn, transportiert wurden.

Die Himmelsscheibe repräsentiert hier jedoch nur einen von vielen Funden, die vom ungewöhnlichen Einfluss und Reichtum des mitteldeutschen Raumes innerhalb Europas zeugen. Der Vortrag bietet einen Überblick über die neuesten kulturgeschichtlichen und naturwissenschaftlichen Erkenntnisse sowie Grabungen der letzten Jahre, die zur Entschlüsselung der frühbronzezeitlichen Welt beitragen.

Der Vortrag findet im Archäologischen Museum am Museumsplatz 2 statt. Der Eintritt beträgt vier, ermäßigt drei Euro. Eine Anmeldung unter Telefon 040/428 71-24 97 ist erforderlich. (cb)