160204Beruf1Harburg - Zwei Tage war Harburgs Elbcampus fest in der Hand von Mädchen aus ganz Hamburg: Mehr als 1000 Schülerinnen der 7. und 8. Klassen folgten der Einladung

zur Berufe-Rallye mit dem Titel "Mädchenwirtschaft". Und der Mix aus Infos und Praxis zum Thema Handwerksberufe kommt super an: Die Teilnahmeplätze waren schon vor Anmeldeschluss restlos ausgebucht.

Was soll ich später einmal beruflich tun? Was passt zu mir? Was für Berufe gibt es überhaupt? Eine erste Orientierung zu diesen Fragen fanden die Schülerinnen aus Stadtteilschulen am Mittwoch und Donnerstag in Harburg. An jeder der 19 Rallye-Stationen lösten die Mädchen Aufgaben zu insgesamt 30 Berufen aus dem gewerblich-technischen und dem IT-Bereich.

160204BerufQ1

Mädchen der Schule Maretstraße in Aktion bei Regine Böge von der Tischlerinnung. Foto: cb

Das Wichtigste dabei: Die „Mädchenwirtschaft“ verschaffte den Schülerinnen einen praktischen und spannenden Einblick in verschiedene Ausbildungsberufe, auch in bisher männerdominierte. An vielen Mitmachstationen konnten die Mädchen einen echten Einblick ins Handwerk bekommen. Die Schülerinnen konnten live vor Ort verschiedene Tätigkeiten ausprobieren. Es wurde gesägt, gefeilt, und gebastelt.

160204BerufQ3

An den Infoständen der Mädchenwirtschaft herrschte großes Gedränge. Foto: cb

Am Donnerstag überzeugten sich Katharina Fegebank, Hamburgs Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung und Handwerkskammer-Vizepräsident Hjalmar Stemmann bei einem ausführlichen Rundgang mit Elbcampus-Chef Heinrich Rabeling von der "Mädchenwirtschaft". Fegebank nahm sich viel Zeit für Gespräche mit Schülern, Lehrern  und den Ansprechpartnern an den Ständen.

160204BerufQ2

Vanessa Niepelt (li) und Antonia de Rossi zeigten, wie man Bremsen repariert. Foto: cb

Hamburgs Zweite Bürgermeisterin zeigte sich angesichts der gezeigten Berufs-Vielfalt begeistert: „Eine gute Berufsausbildung ist die Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben. Wirtschaftliche Unabhängigkeit ist besonders wichtig für junge Frauen", sagte die Senatorin und betonte:  "Nach wie vor sind Verdienstmöglichkeiten und Aufstiegschancen in sogenannten Männerberufen größer. Die „Mädchenwirtschaft“ ist eine tolle Möglichkeit, sich über diese Berufe zu informieren.“

Auch die Mädchen waren begeistert: "Man bekommt hier viele Einblicke in verschiedene Berufe", sagte die 14-jährige Kiara. Und: "Auch die Ansprechpartner vor Ort hatten viele Infos." Auch sie beendete die Rallye mit einem vollständig abgestempelten Teilnahme-Bogen, und freute sich über ein kleines Geschenk als Belohnung.  (cb)