160131Demo2Neugraben – Angst vor einem „Scholz-Ghetto“, das den Stadtteil kippen lässt, hat am Sonntag rund 700 Demonstranten in Neugraben auf die Straße gehen lassen. Der fast ausschließlich

aus bürgerlichem Klientel bestehende Aufzug zog nach einer Kundgebung durch den Ortskern. Der Protest richtet sich gegen die geplante Mega-Unterkunft für Flüchtlinge in Fischbek mit mehr als 4000 Bewohnern.

Aufgerufen hatte die "Bürgerinitiative Neugraben-Fischbek, Nein! zur Politik - Ja zur Hilfe!". Bei der Kundgebung auf dem Marktplatz zeigten die Teilnehmer  symbolisch dem Senat die Rote Karte für die Pläne. Neben den Initiatoren, die eine gleichmäßigere Verteilung der Flüchtlinge innerhalb Hamburgs fordern, Mit dabei: Klaus Schomacker, Sprecher des Dachverbandes der mittlerweile sechs Bürgerinitiativen, die sich gegen vom Senat geplante Flüchtlingsunterkünfte richten. Sie halten eine Integration der Flüchtlinge bei einer Unterbringung in Massenunterkünften für nicht möglich.

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Demonstranten mit der Roten Karte. Foto: zv

Schomacker kündigt eine Volksinitiative an, durch die große Flüchtlingsunterkünfte verhindert werden sollen. Soll die erfolgreich sein, müssen innerhalb von sechs Monaten mindestens 10.000 Unterschriften gesammelt werden. Damit wäre ein Volksbegehren zustande gekommen, für das 62000 Hamburger binnen drei Wochen unterschreiben müssten. Wenn die Bürgerschaft das Begehren ablehnt, kommt es zum Volksentscheid. zv