160118PReisHeimfeld - Gottesdienst, Bühnenprogramm und drei Preisträger: In der Heimfelder Friedrich-Ebert-Halle ist am Sonntag beim traditionellen Neujahrsempfang mit rund 300

Gästen der diesjährige Heimfeldpreis vergeben worden.

Eigentlich hatten die Veranstalter beschlossen, den Preis zukünftig nur noch alle zwei Jahre zu verleihen, doch es kam anders: "Das enorme Engagement im vergangenen Jahr, unter anderem in der Flüchtlingsarbeit in Heimfeld bewog uns dazu, dieses Engagement auch in diesem Jahr öffentlich zu machen, um diesen Menschen einen besonderen Dank aussprechen zu können", sagte Britta Blinkmann vom Heimfelder Treffpunkthaus am Sonntag.

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Tolle Show der Indischen Kindertanzgruppe. Foto: cb

Bezirksamtsleiter Thomas Völsch betonte in seiner Festansprache: "Als Harburger Bezirksamtsleiter sage ich gerne: unser Bezirk hat sich mit einem Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund von 40 Prozent längst verändert. Und es wird keinen Weg zurück geben. Auch wenn eine Fülle von Aufgaben vor uns liegt, dürfen wir vor allem unseren Glauben an unsere eigene Handlungsfähigkeit, an die Gestaltbarkeit der Zukunft nicht verlieren."

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Die Streichergruppe der Grumbrechtstraße. Foto: cb

Insgesamt zwölf Nominierungen für den Heimfeld-Preis waren in diesem Jahr eingegangen. Die Jury hat sich für drei Preisträger entschieden. Blinkmann: "Allesamt Personen, die in Heimfeld ehrenamtlich besonders aktiv sind und sich über das normale Maß für Heimfeld und sein Bewohner engagieren."

Erst im März 2015 gründete sich in Heimfeld der Verein Human@Human mit dem Ziel, die Integration der Flüchtlinge mittels Patenschaften zu verbessern. bis zum Dezember wurden bislang 40 Patenschaften geschlossen. Stellvertretend für die fünf Frauen aus dem Vorstand des Vereins Human@Human wurden Daniela Kleist, Tanja Freitag und Britta von Livonius geehrt.

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Die Träger des Heimfeld-Preises und die Laudatoren. Foto: cb

Auch Stefanie Harms ist in Heimfeld für Flüchtlinge aktiv. Und das bereits seit der ersten Info-Veranstaltung an der TU-Harburg. Sie wollte sich engagieren und arbeitete in der Kleiderkammer auf dem Schwarzenberg. Schnell stellte sie fest, das immer wieder bestimmte Größen fehlten. Selbst gut vernetzt im Stadtteil, kam sie auf die Idee, Rundmails an Freunde und Bekannte zu verschicken, mit der Auflistung, was genau fehlt. Die Spenden sammelt sie montags zu haus ein, und bringt sie dienstags mit in die Kleiderkammer auf dem Schwarzenberg.

Als dritte Preisträgerin wurde Steffi Jansen für ihre Arbeit im Stadtteil geehrt. Ihr Engagement begann mit dem Stadtteilchor Supersonic, der sich 2004 gründete. Viele Jahre war sie im Vorstand aktiv.

Über die Proben im Treffpunkthaus erfuhr sie von der Stadtteilfest-Vorbereitungsgruppe und stieg dort auch ein. Seit zehn Jahren arbeitet sie nun schon sehr verlässlich in dieser Gruppe mit und nimmt unterschiedlichste Aufgaben wahr. (cb)