151222Graffiti2Heimfeld – Zu Weihnachten schocken die Heimfelder Graffiti-Künstler Florian Müller und Gerrit Fischer – besser bekannt unter „foks“ und „broz“ –  mit einer

Behauptung: „DenWeihnachtsmann gibt es gar nicht!“ Ihr Statement haben sie auf die Sprayerwand in der Kuhtrift gesprüht. Und  schon sorgen sie für Diskussionen. Immer wieder bleiben Spaziergänger stehen, grinsen oder schütteln den Kopf. Im Internet formiert sich sogar schon Protest: Auf einem Foto ist ein Kind zu sehen, das vor der Wand steht und ein großes Schild hochhält. Darauf ist zu lesen: „Doch!“ Jetzt fehlt nur noch ein Foto, auf dem ein Weihnachtsmann an der Wand vorbeirast – natürlich auf dem Weg zur Arbeit. Villeicht mit einem Fahrrad, statt mit einem Schlitten. Denn weiße Weihnachten sind nicht in Aussicht. Oder man verlässt sich auf die Weisheit von Francis P. Church, dessen historischer Artikel am 21. September 1897 als Antwort auf die Frage der achtjährigen Virginia, ob es einen Weihnachts gibt, in der Zeitung New York Sun erschien. Und darin ist es in der wichtigsten Passage klar beantwortet:

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Für viele Kinder eine Falschmeldung. Das Graffiti an der Kuhtrift. Foto: mag

"Ja, Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann. Er existiert so zweifellos wie Liebe und Großzügigkeit und Zuneigung bestehen, und du weißt, dass sie reichlich vorhanden sind und deinem Leben seine höchste Schönheit und Freude geben. O weh! Wie öde wäre die Welt, wenn es keinen Weihnachtsmann gäbe. Sie wäre so öde, als wenn es dort keine Virginias gäbe. Es gäbe dann keinen kindlichen Glauben, keine Poesie, keine Romantik, die diese Existenz erträglich machen. Wir hätten keine Freude außer durch die Sinne und den Anblick. Das ewige Licht, mit dem die Kindheit die Welt erfüllt, wäre ausgelöscht." ag

Veröffentlicht 22. Dezember 2015