151203HeuwegHausbruch – Der Landesbetrieb Straßen, Brücken, Gewässer (LSBG) hat den Ehestorfer Heuweg einmal genau unter die Lupe genommen und festgestellt: „Der Straßenzug

wird den heutigen Anforderungen einer modernen Verkehrsanlage nicht mehr gerecht.“ Deshalb soll der Ehestorfer Heuweg, der von durchschnittlich 11.000 Fahrzeugen täglich genutzt wird, gründlich saniert werden. Die Bauarbeiten sollen nach der Frostperiode im Frühjahr 2017 beginnen und sich rund zwei Jahre hinziehen.

Diese Mängel hat der LSBG bei der gründlichen Analyse im vergangenen Jahr festgestellt: Die Geh- und Radwege bergen erhebliche Sicherheitsrisiken, zum Teil fehlt es an Breite, manchmal sind die Wege überhaupt nicht vorhanden. Die Haltestellen und auch die Buskehre sind in schlechtem Zustand, das gilt ganz besonders auch für die Fahrbahndecke der Straße, hier wurde mehrfach nachgebessert. Überquerungshilfen für Fußgänger sind überhaupt nicht vorhanden, ein erhebliches Sicherheitsrisiko geht auch von maroden Entwässerungsanlagen aus. Schließlich: Im Kreuzungsbereich Ehestorfer Heuweg/Cuxhavener Straße gibt es „Optimierungsbedarf“.

Auch wenn die Bauarbeiten sich wegen der Fülle der Einzelmaßnahmen über zwei Jahre hinziehen werden, können sich die Anwohner freuen: Durchgängig soll „feinkörniger Splittmastixasphalt“ aufgetragen werden, der die Lärmemissionen um zwei Dezibel senken soll. Außerdem werde sich die Lärmsituation – so der LSBG – „erfahrungsgemäß durch Beseitigung von Unebenheiten, insbesondere an Straßenabläufen, Schachtabsackungen und anderen Einbauten deutlich verbessern“.

Der Wermutstropfen: Weil an einigen Stellen der Straßenquerschnitt verändertund die Entwässerung ausgebaut wird, müssen rund 150 Bäume gefällt werden. Als Ersatz sind bisher nur 24 neue Bäume geplant. ag

Veröffentlicht 3. Dezember 2015