151102Sperre1Harburg - Für viele Lkw-Fahrer sind Rückwärtsgang und Warnblinker die letzte Rettung, um schwere Schäden am Fahrzeug zu vermeiden: Mit Hilfe von

Betonleitwänden wird ab sofort sichergestellt, dass Fahrzeuge über 2,10 Meter Gesamtbreite die marode Hannoversche Brücke nicht mehr überqueren können.

Damit ist die Brücke im Zuge der Hannoverschen Straße jetzt ein echtes Nadelöhr geworden, denn immer wieder bemerken Brummi-Fahrer zu spät, dass sie hier nicht durchpassen und setzen zurück, um auf die Umleitungsstrecken zu gelangen.

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Auch dieser Brummi-Fahrer setzt lieber zurück und biegt ab. Foto: cb

Grund für diese simple aber wirkungsvolle Maßnahme: Bei Bauwerksuntersuchungen wurde eine deutliche Zunahme der Schäden an der 73 Meter langen Brücke aus dem Jahr 1956 festgestellt. Statiker haben berechnet, dass infolge der Schäden die Standsicherheit der Brücke nicht mehr ausreichend gegeben ist und Nutzungseinschränkungen erforderlich sind.

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Nur Fahrzeuge unter 2,10 Meter Breite dürfen über die Brücke fahren. Foto: cb

Die Spannbetonbrücke, die über die Bahngleise Richtung Buxtehude/Stade führt, soll im kommenden Jahr durch einen Neubau ersetzt werden: "Der Beginn der Baumaßnahme für den Abbruch und Neubau der Brücke ist für die zweite Jahreshälfte 2016 vorgesehen. Bis dahin wird das Bauwerk intensiv überwacht, um eine weitere Schadenszunahme rechtzeitig erkennen zu können", sagte Behörden-Pressesprecherin Susanne Meinecke. (cb)