151003DrehHarburg - Nachdem der Einhub der Drehbrücke am Donnerstag wie berichtet abgebrochen wurde, gab es auch am Tag der Deutschen Einheit am Kanalplatz einen echten

Nervenkitzel: Vier Stunden hat es gedauert, bis das rund 34 Meter lange drehbare Teil der Brücke an seinem Platz im Lotsekanal war.

Bereits gegen 10 Uhr wurde mit dem Kran das kleinere und feste Teil der Brücke problemlos vom Leichter "Hanno" per Kran an Land gehievt. Doch so flott wie beim zehn Meter langen und elf Tonnen schweren "kleinen" Brückenteil sollte es nicht weitergehen. Zweimal musste das Entladen des beweglichen Brückenteils unterbrochen werden.

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Die Drehbrücke schwebt in ihre Position. Foto: cb

Beim ersten Versuch wurde die Brücke so weit im Leichter angehoben, dass bereits das Brückegeländer vom Land aus zu sehen war. Doch dann erfolgte der Abbruch und die Brücke verschwand wieder im Bauch des Schiffes. Die Stahlseile zwischen der rund 100 Tonnen schweren Brücke und dem Kran mussten getrennt werden, da die Lastverteilung verändert werden musste. Auch beim zweiten Versuch klappte es zunächst nicht. Irgendwo passte es nicht und Leichter "Hanno" musste in eine etwas andere Position manövriert werden.

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Das Gelenk der Brücke wird mit dem Pfeiler verbunden. Foto: cb

Dann war es endlich soweit: Unter den Augen zahlreicher Schaulustiger, die sich mittlerweile auf dem Kanalplatz eingefunden hatten, schwebte das riesige Brückenteil ganz langsam in seine vorgesehene Position und wurde eingehoben.

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Geschafft: Die Drehbrücke wurde erfolgreich eingehoben. Foto: cb

Jetzt muss sich die Brücke zunächst in geschlossener Position mehrere Tage setzen. Dann wird sie geöffnet und muss sich wieder einige Tage setzen. Die Brückentechnik ist bereits vormontiert und muss noch angeschlossen werden. Voraussichtlich im November soll die Brücke freigegeben werden. (cb)
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Veröffentlicht 3. Oktober 2015