150902Flucht2Wilhelmsburg – Protest vor der ZEA an der Dratelnstraße. Rund 30 auf den ehemaligen IGS-Parkplätzen  in Zelten untergebrachten Flüchtlinge haben gegen die Zustände in der

Zentralen Erstaufnahme protestiert. Sie wird von dem stadteigenen Unternehmen "fördern und wohnen" geführt.

„Unsere Kinder sterben vor Kälte“, „Danke Deutschland, dass ihr uns erfrieren lasst“, oder „wir wollen nichts anderes als Gerechtigkeit, Humanität, Gleichheit und Komfort“ hatten sie auf Zettel geschrieben. Darüber hinaus forderten sie auch eine schnellere Bearbeitung ihrer Asylanträge.

 150902FluchtLang
Auf einem Zettel haben Flüchtlinge ihren Protest formuliert. Foto: zv

Die Demonstranten stammen nach eigenen Angaben aus verschiedensten Ländern, darunter Syrien, Ägypten oder dem Sudan. Insgesamt leben aktuell an der Dratelnstraße 800 Menschen in Zelten und 780 in Containern.

„Wir bemühen uns nach Kräften winterfeste Unterbringungsmöglichkeiten zu schaffen“, sagt Frank Reschreiter, Sprecher der Innenbehörde. "Es ist nicht gut in Zelten untergebracht zu sein", sagt die Sprecherin von "fördern und wohnen". "Wir haben im Moment aber nur die Option."

In den vergangenen Tagen war es auch an anderen Erstaufnahmen zu vergleichbaren Protesten ähnlich großer Gruppen gekommen. zv