150901ElfenwieseMarmstorf – Auf der Elfenwiese regt sich mal wieder etwas. In den vergangenen Wochen war ein Archäologen-Team des Helms-Museums – unterstützt von einem

Löffelbagger – unterwegs. Sein Auftrag: die Suche nach Siedlungsresten. Aber in dem rund 150 Meter langen Streifen am Südrand der geplanten Bebauung wurde nichts gefunden.

So rückt die Bebauung dieses idyllischen Fleckens am Rand des Harburger Stadtparks näher. Bis Ende 2015 sollen die Pläne für die Erschließungsstraßen stehen, außerdem soll die Verordnung für das Landschaftsschutzgebiet „Marmstorfer Flottsandplatte“ geändert werden.

Dann kann im kommenden Jahr mit dem Bau begonnen werden. Heinz-Jürgen Rook, stellvertretender Leiter des Harburger Fachamts Stadt- und Landschaftsplanung, hat den neuesten Stand der Vorbereitungen jetzt im Stadtplanungsausschuss vorgestellt. Es hat nämlich noch ein paar kleine Änderungen gegeben. So sollen die zunächst vorgeschlagenen „Stadtvillen“ durch Geschosswohnungsbau ersetzt werden. Keine wesentlichen Änderungen, findet Rook. Die Zahl der Wohneinheiten werde dadurch nicht erhöht, vorgesehen sind 68. Das entspricht auch dem Kompromiss, den das Bezirksamt mit der Anwohnerinitiative „Rettet die Elfenwiese“ ausgehandelt hatte. In dem Moratorium war von „ca. 65 Wohneinheiten“ die Rede.

Als 2002 zum ersten Mal ein Auge auf die Elfenweise geworfen worden war, sollten noch mehr als 100 Wohneinheiten entstehen, vorwiegend allerdings Einzel- und Reihenhäuser. Erklärte Absicht damals: Man wollte den Professoren der TU und anderen Besserverdienenden attraktive Baugrundstücke in Harburg anbieten und auf diese Weise verhindern, dass sie ins Umland ziehen.

Der Bürgerinitiative ist es zu verdanken, dass nicht das gesamte Areal bebaut wird (und ein Landwirt auf seiner Scholle weiter Kartoffeln anbauen muss..). Allerdings geht es heute nicht mehr um Sahnegrundstücke für Professoren, sondern um Wohneinheiten mit einer möglichst großen „Durchmischung“ unterschiedlichster Einkommensschichten. Auch neu: Im südlichen Bereich sollen private Baugemeinschaften die Möglichkeit haben, rund 20 Wohneinheiten in drei Gebäuden zu bauen. Infos dazu unter www.hamburg.de/baugemeinschaften . ag

Veröffentlicht 1. September 2015