150810Aumue2Wilstorf - Drei tolle Tage mit einem sonnigen Finale am Sonntag. Das Außenmühlenfest kann als Fest als gelungen angesehen werden. Regen gab es. Der war aber sowohl Freitag, wie

auch Sonnabend pünktlich zur Budenöffnungszeit abgezogen. Ein angekündigtes Unwetter am Freitagabend, kam erst gar nicht. Höhepunkt war  der Sonnabend, an dem nach seriösen Schätzungen 25.000 Besucher an die Außenmühle kamen.

„Das Schöne ist, dass hier kaum Stände sind, auf denen billige Textilien oder anderer Nippes angeboten werden“, sagt ein Besucher. Dafür konnte das Organisationsteam um Hornbacher mehrere Food-Trucks auf die Partymeile ziehen. Drei größere Bühnen, von Donnerwetter, von Sören Noffz und Hornbacher auf die Beine gestellt, sorgten für ein abwechslungsreiches Programm. Die Polizei konnte ebenfalls ein positives Fazit ziehen. Nur in einem Fall musste von den Beamten eine Schlägerei unterbunden werden. Ansonsten blieb es an allen Tagen friedlich.

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Die Festmeile am Außenmühlendamm. Foto: zv

„Der Sonnabend war klar der stärkste Tag“, sagt Borhen Azzouz, der in Höhe Gotthelfweg das Spielschiff in ein Partyschiff verwandelt hatte. „Es waren echt gute Leute da.“ Das Problem sind die vielen mitgebrachten Getränke. „Beim Aufräumen hat man gemerkt wie viele Leute ihre Wodkaflaschen mitgebracht haben“, sagt er. Das drückt den Umsatz, produziere aber gleichzeitig mehr Betrunkene. Auch der Polizei sind die vielen alkoholisierten Festbesucher, vor allem in den Abendstunden, in den Abschlussberichten zum Freitag und Sonnabend eine Erwähnung wert. Unterm Strich ist Azzouz Fazit positiv. „Wir sind nicht abgeneigt im nächsten Jahr wieder dabei zu sein.“

Ähnliche Rückmeldungen kamen auch von Betreibern von Food-Trucks. Man mache auf dem Stadtfest in Soltau an einem Nachmittag mehr Umsatz, als in Harburg an zwei Tagen. Die hochwertigen Zutaten und ausgefallenen Gerichte werden in Harburg bislang nicht so gut angenommen. Vom letzten Rathausfest waren die Betreiber von einigen dort aufgefahrenen Food-Trucks sogar vorzeitig abgerückt, weil der Zuspruch fehlte.

Initiator Heiko Hornbacher zog eine positive Bilanz. „Es war ein schönes Fest mit gutem Wetter und hat, so ist mein Eindruck, den Besuchern Freude gemacht.“ Wirtschaftlich ist es ein knapp aufgehendes Projekt. Auch Hornbacher sieht die vielen mitgebrachten Getränke als das größte Problem an. zv
Veröffentlicht 11. August 2015