Veritasbeach2Harburg – Das öffentliche Interesse an der Zukunft des Harburger Beachclubs scheint nicht sonderlich groß zu sein. Zum Bericht von Baudezernent Jörg Penner im Stadtplanungsausschuss

war nicht einmal eine Handvoll Bürger erschienen. Und von denen kritisierte einer auch noch die geplante Verlagerung an den Treidelweg.

Wie mehrfach berichtet, soll der Beachclub noch in diesem Sommer einen Steinwurf weiter östlich eröffnet werden. Zuvor soll noch einmal ein  Taucher in das trübe Wasser des Binnenhafens steigen und prüfen, ob die Holzpfähle, die der Kaimauer samt Beachclub Halt geben sollen, wirklich noch nicht morsch sind. Penner: „Ich geh davon aus, dass sie noch stabil sind. Bei der letzten Überprüfung im Jahr 2007 waren sie jedenfalls noch in Ordnung. Sie haben schon 88 Jahre gehalten, warum sollen sie ausgerechnet jetzt marode sein.“

Der neue Beachclub am Treidelweg wird nur rund 15 Meter breit, dafür 138,25 Meter lang. Er reicht bis zum Zaun vom Handelshof. Auf einem sechs Meter breiten Streifen parallel zur Wasserkante soll ein Holzboden für Stabilität sorgen. Dieser Boden wiegt einiges, deshalb soll dort kein Sand aufgeschüttet werden. Direkt neben der Klappbrücke wird ein größeres Stück des Areals zunächst gesperrt werden. Dort sollen während des Brückenneubaus Arbeitsgeräte und Material gelagert werden.

Schließlich müssen sich die Beachclub-Betreiber mit der Sprinkenhof GmbH über einen Pachtzins einigen. Und sie werden sich auch mit der Kritik beschäftigen müssen, die ihnen jetzt von einem Bewohner der Schlossinsel entgegenschlägt. Der beklagte sich im Stadtplanungsausschuss über den Lärm, der vom Beachclub ausgehe. „Wir wohnen rund 350 Meter Luftlinie vom Beachclub entfernt“, sagte er. „Vor allem die Bässe nerven ziemlich. Aber ich möchte im Sommer auch mal die Fenster aufmachen können.“  Penner kündigte an, zumindest ein Partyzelt für den Beachclub nicht mehr zu genehmigen. ag