150720BeachClHarburg – Nun hat sich auch das Bezirksamt aus dem Fenster gelehnt und gemeinsam mit der Hornbachers im Hafen GmbH offiziell verkündet: Der Veritas

Beachclub wird noch in diesem Sommer an den Treidelweg umziehen. Das sei bei einem Gespräch zwischen dem Beachclub-Betreiber und Baudezernent Jörg Penner vereinbart worden. Die beiden CDU-Bezirksabgeordneten Ralf-Dieter Fischer und Uwe Schneider waren mit dieser guten Nachricht schon vor einer Woche an die Öffentlichkeit gegangen. Aber selbst nach dem entscheidenden Gespräch bleibt noch ein Rest Unsicherheit. In der Pressemitteilung liest sich das so: „Hundertprozentig klar ist das noch nicht, aber die Beteiligten hoffen, dass die noch offenen Fragen schnell geklärt werden können.“

Wie berichtet muss der Beachclub sein aktuelles Areal am Veritaskai räumen, weil dort ein Hotel mit 16 Etagen errichtet werden soll. Der Landesbetrieb Immobilien und Grundvermögen (LIG) hatte den Beachclub-Betreibern  Sabine und Heiko Hornbacher zunächst das Grundstück neben der ehemaligen Fischhalle zwischen Kanalplatz und Blohmstraße als Ausweichquartier für fünf Jahre angeboten. Aus Sicht der Betreiber hat die Fläche aber einige Nachteile.

„Nachteilig ist zum einen der Strommast auf dem Gelände, zum anderen die Teilung des Grundstückes mit dem geplanten Kulturcafé von Werner Pfeifer“, sagt Heiko Hornbacher. „Beide Ideen sollten sich frei entfalten können. Außerdem hat uns auch die unmittelbare Nähe zu dem Wohnschiff Transit beschäftigt. Wir haben uns gefragt, ob unsere Ausrichtung als Freizeitbetrieb mit den Bedürfnissen der Bewohner zu vereinbaren ist.“

Deshalb habe man noch einmal gründlich über einen neuen Standort nachgedacht und ob es machbar ist, das Gelände am Treidelweg doch schneller zu nutzen. Jörg Penner: „Grundsätzlich ist dies der schönere Standort für den Beachclub. Schöner als die Flächen am Veritaskai und am Kanalplatz, denn die Kaimauer ist dort niedriger, und die Wasserfläche liegt im Westen, wo die Abendsonne herkommt.“

Auch am Treidelweg sei die Nutzung zunächst zeitlich befristet. Wenn 2019 oder 2020 mit der Kaimauersanierung begonnen wird, müsse die Fläche für zwei Sommer  geräumt werden, für die Baustelleneinrichtung und für mögliche Rückverankerungen der Mauer. Ob dann am Treidelweg ein Ausweichquartier geschaffen werden könne, sei noch unklar. Penner: „Und  nach der Sanierung soll der Beachclub-Betrieb ausgeschrieben werden.“

Die Kaimauer selbst stehe auch heute sicher auf einem Holzpfahlrost, aber im Unterwasserbereich sei die alte Holzspundwand hinter den Pfählen so beschädigt, dass immer wieder unkontrolliert Boden unter der Kaimauer hindurch in den Hafen rutscht. Dadurch komme es zu unkalkulierbaren Versackungen hinter der Mauer. Das Bezirksamt habe Hornbachers vorgeschlagen, diesen Versackungsbereich  von ca. 6,50 Meter Breite bis zur Sanierung mit einem Holzdeck zu überbrücken.  Hornbachers wollen diesem Vorschlag folgen.

Penner hofft nun, dass möglichst bald ein Mietvertrag mit der Stadt abgeschlossen und der Bauantrag eingereicht wird, damit Harburg im Sommer 2015 wieder einen Beachclub hat. Über den Fortgang soll im Stadtplanungsausschuss berichtet werden. ag

Veröffentlicht 20. März 2015