131112GansHeimfeld – Martinsgans. Die gibt es im Privathotel Lindtner natürlich ganz klassisch. Mit Rotkohl und Kartoffelknödeln, direkt am Tisch tranchiert. Knusprig braun liegt sie

vor den Gästen, wenn Küchenchef Frank Kriewen (Foto) im hoteleigenem Restaurant Lilium das Messer ansetzt. Es ist der Duft dieser vorweihnachtlichen Jahreszeit, der ein wärmendes Gefühl verbreitet und einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt, während draußen der Wind die Blätter von den Bäumen weht.

Martinsgans im Lindtner, das hat Tradition. Darauf freuen sich die Gäste. Weil es so schmeckt. Das Geheimnis sind die Gänse. Genauer gesagt Weddelbrooker Grasgänse. 350 davon werden in dem kleinen Ort in schleswig-Holstein seit über 25 Jahren für das Martinsgansessen im Lindtner aufgezogen. Sie watschelten jeden Morgen auf die Wiese, bekamen nur frisches Gras zu fressen und haben deshalb kaum Fett. Vier Kilo, deutlich weniger als überfettete Mastgänse, bringt eine Weddelbrooker Grasgans auf die Waage. Lindtners ehemaliger Küchenmeister Lutz Havenstein hatte die Martinsgans perfektioniert. „Gänsepapst“ hatte man ihn deshalb genannt. Die Finessen der Zubereitung sind seitdem im Lindtner von Küchenchef-Ohr zu Küchenchef-Ohr gegangen.  Bis zum 6. Januar sind die Gänse noch zu haben. Wichtig ist: Vorbestellen. Mann sollte die Zeit einhalten. Die Gans wird für die Gäste auf den Punkt zubereitet. dl