130306BeacclubHarburg – Einer der wichtigsten Aktivposten des Harburger Stadtmarketings kann auch in diesem Jahr wieder seine volle Anziehungskraft entwickeln: Der Veritas Beachclub

von Gastronom Heiko Hornbacher hat vom Bezirksamt das Okay für eine weitere Saison am jetzigen Standort bekommen. Mit dem Tanz in den Mai soll offiziell gestartet werden. „Wenn die Sonne scheint, sind wir auch schon vorher da“, sagt Hornbacher.

Seit seiner ersten Saison im Jahr 2005 hängt Hamburgs mittlerweile größter Beachclub in der Schwebe. Von vornherein war klar, dass das Gelände des ehemaligen Schrotthändlers K + S (2001 nach Wilhelmsburg verlagert) nur vorübergehend zur Verfügung steht. Die Finanzbehörde will das Filetgrundstück im Binnenhafen mit möglichst hohem Gewinn an einen Investor verkaufen. Zwischenzeitlich war das Areal schon Projektentwickler Frank Lorenz an die Hand gegeben worden, der dort ein Hotel mit 17 Stockwerken bauen wollte.

Doch bisher haben sich alle Projekte zerschlagen, ein neues ist zurzeit nicht ernsthaft in Sicht. Und so hangeln sich Hornbacher und sein Team von Saison zu Saison, haben viel investiert, um zum Beispiel einen Anwohner zu besänftigen, der sich immer wieder über nächtlichen Lärm beschwert hatte. Oder um ihr „ganzes Dorf“ samt Toilettencontainer, Strandbar und 4500 Quadratmeter Sand abzuräumen, damit der Kampfmittelräumdienst ans Werk gehen konnte. Ganz nebenbei hat der Veritas Beachclub auch noch Standortmarketing für Harburg betrieben. Hornbacher: „Die Hamburger kommen wegen des Phoenix-Centers, der Außenmühle oder unseres Beachclubs, sie kommen aber nicht wegen Harburg.“ Tatsächlich werden unter den Palmen am Harburger Strand neben den „Eingeborenen“ auch immer wieder „Zugereiste“ gesichtet: eine Gruppe von Eimsbüttlern, die es cool findet, kurz mal im schönen Süden ein Caipi zu schlürfen oder Fahrradtouristen, die nach der Fahrt über die Süderelbbrücke Rast einlegen und den ganzen Abend bleiben.

Bezirksamtsleite Thomas Völsch freut sich jedenfalls, dass der Beachclub ein weiteres Jahr an alter Stelle öffnen kann und hält es auch für wahrscheinlich, dass es 2014 genauso sein wird. „Jeder wird verstehen, dass ich mich da aber nicht festlegen kann.“ Und alles wartet darauf, dass endlich genug Geld für die Sanierung der Kaianlage am benachbarten Treidelweg zur Verfügung steht. Dort soll der Beachclub nämlich ein dauerhaftes Domizil bekommen. Hornbacher: „Es sei denn, wir denken noch einmal über alles nach.“ ag