130213BoleroHarburg – Muss das Bolero hochtrabenden Bauplänen weichen? Nein. Aktuell nicht. Erneut aufgetauchte Pläne, die einen Abriss des Gebäudes und einen

mehrgeschossigen Neubau vorsahen, hatten entsprechende Spekulationen mit sich gebracht. Das Areal, das die Westseite der Marktfläche markiert ist eine Mischung aus Schandfleck und Erfolgsgeschichte. Das Bolero, Eigentümer und Vermieter Dieter Gallas, läuft gut. Die Mischung aus gemütlichem Café, Mittagstischrestaurant und Szene-Bar am Abend zieht an Spitzentagen bis zu 1000 Gäste an und bietet 40 Menschen Arbeit. Der Platz davor gehört der Stadt und ist marode. Der alte, jetzt wieder aufgetauchte Plan: Ein Investor soll eine Genehmigung für einen Neubau erhalten. Dafür muss der Platz saniert und umgebaut werden. Scheinbar ist das eine Lösung, mit der sich die Stadt um die Kosten für eine Sanierung drücken will.
Dabei hat man die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Das ist „Olli“ Klühn. Er hat einen Mietvertrag, der noch 13 Jahre läuft. Für einen Investor wäre es ein teures Vergnügen ihn rauszukaufen oder für die Zeit von Bauarbeiten, die auf bis zu eineinhalb Jahre geschätzt werden, zu entschädigen.
Ob ein Neubau auch ein Zuhause für ein Bolero, einer der ganz wenigen Läden, die von jüngeren Harburgern angenommen werden, ist, wird von der CDU bezweifelt. Vor allem, weil bei einem Neubau Seniorenwohnungen über der Gaststätten entstehen sollen. Die Verwaltung soll jetzt, so wurde es im zuständigen Ausschuss beschlossen, dazu Stellung nehmen.