130201PfeiferHarburg - Weiterer Rückenwind für Werner Pfeifer: Der NDR-Reporter und Liedermacher hat seine Pläne für ein Galeriecafé in der alten Fischhalle am Lotsekanal erstmals öffentlich vorgestellt, und die Mitglieder des

Stadtplanungsausschusses fanden sie ausnahmslos gut. In zwei Wochen soll der Ausschuss nun sein Votum abgeben. Wie das ausfallen wird, daran gibt es keinen Zweifel mehr.

 

Die alte Fischhalle sollte eigentlich abgerissen werden. Unter Denkmalschutz steht sie jedenfalls nicht. Irgendwann in ferner Zukunft könnte am westlichen Kanalplatz mal ein sechsstöckiges Bürohaus entstehen. „Aber davon haben wir im Binnenhafen schon reichlich“, sagte Pfeifer. „Die Fischhalle ist eine der letzten Chancen, im Binnenhafen auch mal etwas Altes zu erhalten. So etwas brauchen wir. Gerade das macht doch das Flair eines Hafens aus.“

Besonders charmant: Pfeifer will mit der Fischhalle nicht das große Geld verdienen. Café und Galerie könnten sich finanziell vielleicht gerade mal halten. Dazu hat die Geschichtswerkstatt Harburg noch Interesse angemeldet. Auch die wird kaum Geld einspielen. Trotzdem will Pfeifer 300.000 bis 500.000 Euro in das Projekt stecken. Privates Geld! Pfeifer: „Ich möchte einfach etwas für den Harburger Binnenhafen tun.“

Baudezernent Jörg Penner hat inzwischen Kontakt zur Finanzbehörde aufgenommen. Die muss nämlich mitspielen. Wenn sie darauf besteht, das Grundstück, auf dem die Halle steht, zu verkaufen, ist Pfeifers Projekt gestorben. „Das Grundstück wird wohl nicht für unter einer Million Euro zu kriegen sein“, sagt Pfeifer. „So viel Geld hab ich nicht.“ ag