Heimfeld - So richtig zeigen, was man drauf hat - ohne Netz, doppelten Boden und Anleitung. Beim Azubi-Menü im Privathotel Lindtner veranstalten die Lehrlinge

einmal im Jahr ein Festessen für Familie, Freunde und andere Gäste. Dabei organisieren sie den kompletten Ablauf von der Deko bis zum Einkauf der Lebensmittel und das Akquirieren von Sponsoren. "Venedig" war in diesem Jahr das Motto, auf dass das Menü, die Tischdekoration und auch die fesche Garderobe beim Service abgestimmt war.  "Das war jetzt das mittlerweile das zehnte Azubi-Menü", sagt Hotel-Chefin Heida Lindtner. "Unsere Auszubildenden übernehmen dabei nicht nur Verantwortung. Sie finanzieren sich so auch ihre Azubi-Reise, die sie gemeinsam machen." Nach der Lehre bleiben nur die wenigsten der aktuell 25 Lehrlinge im Hotel an der Heimfelder Straße. Danach geht es für viele von ihnen in die Welt. "In der Gastronomie zu arbeiten, heißt auch Erfahrungen zu sammeln und neue Eindrücke gewinnen", sagt Heida Lindtner. "Viele unserer ehemaligen Auszubildenden kommen später wieder zurück ins Haus. so ab 35 wird man langsam sesshaft in der Branche."

In die Welt will auch Peter Germer, der beim Azubi-Menü in der Küche den Hut auf hatte. Der 19-Jährige hat sich nach dem Abitur für eine Kochlehre entschieden. "Ich koche gern und ich möchte ins Ausland. Da ist eine solche Lehre die richtige Basis", sagt er. Timo Hahn (31), Azubi-Sprecher und damit auch "Chef" beim Azubi-Menü, hat nach seiner Ausbildung andere Pläne. Er will sich als Barkeeper selbstständig machen und holt sich im Lindtner die Grundlagen für die gehobene Gastronomie. zv